Altbewährtes beim Traditionsfestival: Tote Hosen rockten am Ring

Altbewährtes beim Traditionsfestival: Tote Hosen rockten am Ring

<P>Nürburgring (AP). Das Highlight beim Rock am Ring kam aus Düsseldorf. Die Toten Hosen spielten gleich zwei Mal am Nürburgring. Bereits einen Tag vor ihrem eigentlichen Auftritt gaben die Punkrocker auf einem Parkplatz vor dem Festival-Gelände ein spontanes Konzert vor hunderten Zuschauern.

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p class="text"> Am Abend darauf begeisterte die Band dann Zehntausende bei ihrem zweistündigen Auftritt auf der Hauptbühne.

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p class="text">Toten-Hosen-Sänger Campino brachte den Sinn des Festivals dann auch auf den Punkt: "Wir sind alle hier, um zusammen eine große Party zu feiern", rief er dem Publikum zu. Dabei spiele es keine Rolle, woher man komme, welche Musik man möge oder auch, für welchen Fußballverein man sei, sagte der bekennende Fortuna-Düsseldorf-Fan und legte später sogar den Arm um Sportfreunde-Stiller-Sänger Peter Brugger, einen eingefleischten Bayern-München-Fan.

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p class="text">Und dass den Toten Hosen Trends und Moden völlig gleichgültig sind, demonstrierten sie diesmal mit besonderer Betonung in ihrer Hymne "Wort zum Sonntag", dem Glaubensbekenntnis aller Toten-Hosen-Fans: "Kein Zeitungsknabe wird uns jemals befehlen, was grad alt oder brandneu ist...", heißt es darin. Und so spielt die Band denn auch seit mehr als 20 Jahren Trinklieder wie "Eisgekühlter Bommerlunder", was ja auch identitätsstiftend ist.

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p class="text">Eins wurde klar beim Rock am Ring: Derzeit gibt es genügend deutsche Bands, um ein attraktives Programm zu gestalten. Große Resonanz fand etwa der Auftritt der Punkrocker Beatsteaks am Samstag, am Sonntag gefielen die Sportfreude Stiller und Wir sind Helden.

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p class="text">Die Veranstalter von Rock am Ring gingen beim Programm in diesem Jahr aber kein Risiko ein. Für das wohl größte und traditionsreichste Rock-Festival in Deutschland engagierten sie als Zugpferde bewährte Namen wie die Red Hot Chili Peppers. Die Fans störte das nicht. 65.000 feierten in der Eifel von Freitag bis in die Nacht zum Montag eine große Party auf dem Gelände des Nürburgrings.

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p class="text">Von den Künstlern im Hauptprogramm boten nur wenige neues Material - und wenn, dann überzeugten sie oft nicht, wie etwa der weitgehend emotionslose Auftritt des kanadischen Teenie-Stars Avril Lavigne oder die US-Punkrocker Bad Religion mit auffällig schlechtem Sound. Durchwachsen auch die Show der Red Hot Chili Peppers. Nach sieben Monaten Konzertpause zeigten Gitarrist John Frusciante und Bassist Flea zwar große Spielfreude, Sänger Anthony Kiedis hatte jedoch massive Stimmprobleme, wie auch Konzertveranstalter Marek Lieberberg einräumte.

Viel Jubel gab es für die HipHop-Formation N.E.R.D. und die Black Eyed Peas. Und auch der Auftritt der britischen Dance-Formation Moloko, der in der Nacht zum Montag das Festivals abschloss, überzeugte durch glasklaren Sound und die Ausstrahlung der Sängerin Roisin Murphy.

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