Verkehr in Düsseldorf Torfbruchstraße: Autofahrer versuchen, Stau auszuweichen

Düsseldorf · Leidtragende sind Gerresheimer, die an der Josef-Neuberger-Straße wohnen. Auch die Diepenstraße mit drei Schulen und einer Kita ist betroffen.

 Die Josef-Neuberger-Straße ist lediglich für Anlieger und Radfahrer freigegeben – aber nur wenige Autofahrer halten sich wirklich daran.

Die Josef-Neuberger-Straße ist lediglich für Anlieger und Radfahrer freigegeben – aber nur wenige Autofahrer halten sich wirklich daran.

Foto: Marc Ingel

Der Ärger über den neuen Radweg auf der Torfbruchstraße und den damit verbundenen Dauerstau an der Kreuzung zur Dreherstraße wird um ein Kapitel reicher. Zum Hintergrund: Parallel zur provisorischen Markierung der Radfahrstreifen auf beiden Fahrbahnseiten hatte das Amt für Verkehrsmanagement an der Kreuzung eine von zwei Geradeausspuren durch eine Leipziger Kombispur für Rechtsabbieger und Radfahrer ersetzt, was nun zu langen Rückstaus führt. Die Verwaltung hat die jetzige Lösung als Verkehrsversuch für sechs Monate angelegt, dann soll Bilanz gezogen und eventuell nachgebesssert werden. Zumindest CDU und FDP fordern jedoch, die Maßnahme möglichst schnell wieder rückgängig zu machen.

Wie Anwohner der Josef-Neuberger-Straße jetzt berichten, leiden jedoch auch sie unter dem Verkehrsversuch. So würde ein inzwischen nicht unbeträchtlicher Teil der Autofahrer versuchen, den Stau zu umgehen, indem sie vorher auf Höhe von Cosmo Sports rechts in die Josef-Neuberger-Straße abbiegen, um dann über das kurze Stück Diepenstraße auf die Dreherstraße zu gelangen.

„Die Josef-Neuberger-Straße ist aber so schmal, dass zwei Fahrzeuge nur mit Mühe aneinander vorbeikommen“, berichtet eine Betroffene. Die Diepenstraße sei vor allem in den Morgenstunden und im Feierabendverkehr ohnehin verstopft, weil dort drei Schulen und eine Kita ansässig sind und Eltern ihre Kinder am liebsten mit dem Auto bringen und holen würden. „Das führt dazu, dass die Anwohner zwischen Dreher- und Josef-Neuberger-Straße über mehrere Stunden von den Fahrzeugen zugepestet werden und man endloses Gehupe der genervten Autofahrer ertragen muss“, erzählt die Frau. Die Dreherstraße habe zudem seit kurzem eine Signalanlage, die den Bussen freie Durchfahrt ermöglicht und die Ampeln entsprechend für Fußgänger und Autos auf Rot springen würden. Auch das führe zu noch mehr Stau.

Die Verkehrsberuhigung der Josef-Neuberger-Straße war bereits vor den Änderungen auf der Torfbruchstraße immer wieder Gegenstand von Diskussionen in der Bezirksvertretung 7, mit der Eröffnung des neuen Lidl an der Dreherstraße hat sich die Situation weiter verschärft. Daher hatte die FDP schon in der Vergangenheit einen Prüfantrag an die Verwaltung auf den Weg gebracht, die Wohn- zur Einbahnstraße zu machen. Passiert ist bis heute jedoch nichts.

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