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Düsseldorf: Tim fährt mit dem Rad zur Schule

Düsseldorf : Tim fährt mit dem Rad zur Schule

Das i-Dötzchen wird morgen eingeschult und übt den Weg.

Rund 5450 Düsseldorfer Kinder werden in den nächsten Tagen eingeschult und für viele Eltern stellt sich nun die Frage, wie ihre Kinder zur Schule kommen sollen. Mit dem Auto, Bus, Fahrrad oder doch lieber zu Fuß? "Da wir fast zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen, kommt für uns eigentlich nur das Fahrrad in Frage", sagt Claudia Zacharias. Ihr Sohn Tim ist eines der i-Dötzchen und wird ab Donnerstag die Evangelische Elsa-Brandström-Montessori-Schule in Unterrath besuchen. Den Weg dorthin hat er schon fleißig mit seiner Mutter geübt. "Damit ich mich nicht verfahre, habe ich mir viele Eselsbrücken gebaut. An der Mauer mit den vielen Laternen muss ich zum Beispiel abbiegen, und wenn ich über die Kirschen fahre, die dann knacken, weiß ich, dass ich noch richtig bin", sagt Tim.

Auch die Stellen, an denen er auf seiner rund 15 Minuten langen Fahrt besonders aufpassen muss, kennt der Sechsjährige. "An Einfahrten muss ich besonders vorsichtig sein und an der Ampel über die große Kalkumer Straße gut aufpassen." Obwohl sich Tim ziemlich sicher fühlt, wird er den Weg zunächst nur in Begleitung zurücklegen. "Ich habe mir aus meiner Elternzeit noch drei Monate aufgespart und habe deshalb Zeit, zunächst immer noch mitzufahren", sagt Mutter Claudia. Aber auch danach wird Tim nicht alleine unterwegs sein, denn Fahrgemeinschaften mit anderen Schulkindern sind bereits geplant. Nur wenn das Wetter besonders scheußlich ist, soll Tim mit dem Auto zur Schule gebracht werden.

"Diese Einstellung ist leider nicht weit verbreitet. Noch immer werden bei uns viel zu viele Kinder immer mit dem Auto zur Schule chauffiert. Das verursacht nicht nur ein gefährliches Verkehrschaos vor dem Schultor, sondern den Kindern gehen auch wichtige Erfahrungen verloren", sagt Schulleiterin Marlene Albrecht-Illner. Das Ordnungsamt hat nun angekündigt, zum Schulbeginn rund um Schulen verstärkt kontrollieren zu wollen. Eltern, die beispielsweise im Halteverbot in zweiter Reihe parken, um ihre Kinder aus dem Auto zu lassen, und somit andere Schulkinder gefährden, müssen mit Bußgeldern rechnen.

(brab)