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Düsseldorf: Tierschützer begrüßen Kastration von Katzen

Düsseldorf : Tierschützer begrüßen Kastration von Katzen

Die Tierschützer von Peta begrüßen den Beschluss der Düsseldorfer Politik, dass Tierhalter freilaufende Katzen künftig kastrieren lassen müssen. Die NRW-Landeshauptstadt sei somit die erste von 120 Städten, die Peta angeschrieben und der Bitte nach einem Kastrationsgebot gefolgt sei.

Vorreiter in Deutschland ist Paderborn; die westfälische Stadt hat vor zwei Jahren beschlossen, dass Halter ihre frei laufenden Katzen kastrieren lassen müssen. Dort muss jeder Bürger, der eine Katze hält, die älter als sechs Monate ist und ins Freie darf, sein Tier kastrieren lassen.

120 Euro bei Katzen, 90 bei Katern

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Düsseldorf hatte in der vergangenen Woche einstimmig einen SPD-Antrag für das Kastrationsgebot verabschiedet. Damit soll die rasante Vermehrung freilaufender Katzen reguliert werden. Der Stadtrat muss diesen Beschluss noch bestätigen.

Eine Kastration ist kostspielig, sagt Oliver Kirsch, Geschäftsführer der Versicherungsinitiative www.tierversicherung.biz. "Ich verstehe die Zurückhaltung vieler Katzenhalter aus finanzieller Sicht durchaus. Der Eingriff einer Kastration liegt bei Katzen bei ungefähr 120, bei Katern bei 90 Euro. Allerdings müsse man beachten, dass man auch seine eigenen Katzen gefährde, sofern man sie nicht kastrieren lasse. Die Tiere, die Freigang haben, können sich laut Kirsch leicht Krankheiten einfangen oder sich Verletzungen bei Kämpfen mit anderen Katzen zuziehen.

Nach Schätzung des Katzenschutzbundes gibt es in der Stadt allein 50 000 herrenlose Katzen, hinzu kommen Tausende, die einen Besitzer haben und regelmäßig raus dürfen.

(RP)