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Dreischeibenhaus: Thyssen-Krupp-Logo abmontiert

Dreischeibenhaus : Thyssen-Krupp-Logo abmontiert

Morgen ist der letzte Tag des Stahlkonzern Thyssen-Krupp im Dreischeibenhaus am Gustaf-Gründgens-Platz – die letzten Möbel und Kartons müssen weg sein, alle Räume sind leer zu übergeben, besenrein, wie man sagt. Das bezieht sich auch auf die Äußerlichkeiten, also das riesige Logo, das Jahrzehnte auf der stadtzugewandten Seite des Hochhauses prangte.

Morgen ist der letzte Tag des Stahlkonzern Thyssen-Krupp im Dreischeibenhaus am Gustaf-Gründgens-Platz — die letzten Möbel und Kartons müssen weg sein, alle Räume sind leer zu übergeben, besenrein, wie man sagt. Das bezieht sich auch auf die Äußerlichkeiten, also das riesige Logo, das Jahrzehnte auf der stadtzugewandten Seite des Hochhauses prangte.

Jetzt ist die Kombination aus den drei Ringen (Krupp) und dem stählernen Bogen (Thyssen) abmontiert. Mit diesem Umzug der Thyssen-Krupp-Verwaltung nach Essedn endet eine Ära, die der Stadt einst den Namen "Schreibtisch des Ruhrgebiets" bescherte. Die damaligeVorstellung: im Revier malochten die Blaumänner, in Düsseldorf machten sich die Herren mit weißen Kragen keine Finger schmutzig. Was nur in Teilen stimmte.

Nun also steht Düsseldorfs bekannteste Immobilie leer, und ein neuer Nutzer ist noch nicht gefunden. Am liebsten hätte man für die 30 000 Quadratmeter Bürofläche einen so genannten Anker-Mieter. Damit ist eine Firma gemeint, die zwar nicht unbedingt die ganze Fläche nimmt, aber einen erheblichen Teil davon.

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Die spektakuläre Immobilie hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile: Das Gebäude liegt mitten in der Stadt und wird in wenigen Jahren, wenn der Kö-Bogen fertig und der Tausendfüßler verschwunden ist, nochmals aufgewertet. Die Adresse hat außerdem ein hervorragendes Image, ist also gut für Firmen, die repräsentativ untergebracht sein wollen. Die Nachteile: Der Preis dürfte bei über 20 Euro pro Quadratmeter liegen, wie Fachleute vermuten. Außerdem ist das Gebäude (Baujahr 1960) zwar vor einigen Jahren innen komplett renoviert und auf modernen Stand gebracht worden, aber dennoch ein Bürogebäude im Stil der frühen 60er Jahre.

(RP)