Düsseldorf: Theatermuseum laut Rot-Grün zu spät saniert

Düsseldorf : Theatermuseum laut Rot-Grün zu spät saniert

Für 1,8 Millionen Euro wird das Dach instand gesetzt, das Gutachten dazu wurde bereits 2012 erstellt.

Der Bauausschuss hat den Weg für die Dachsanierung des Theatermuseums freigemacht und den dafür veranschlagten Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro zugestimmt. Vorausgegangen war jedoch eine grundsätzliche Debatte über den Zustand städtischer Gebäude.

"Das städtische Vermögen wird dem Verfall preisgegeben", sagte Udo Figge (SPD) mit Blick auf den schlechten Zustand mehrerer Kulturinstitute und Schulen. Er bezeichnete es als "Frechheit", dass der Sanierungsbeschluss für das Theatermuseum dem Fachgremium erst jetzt vorgelegt werde, obwohl bereits 2012 ein entsprechendes Gutachten zum schlechten Zustand des Gebäudes erstellt worden sei. "Der Beschluss hätte schon 2013 oder 2014 herbeigeführt werden müssen", so Figge.

Baudezernent Gregor Bonin wollte die Kritik so nicht stehenlassen. Das zuständige Amt für Immobilienmanagement arbeite mit dem vom Rat zur Verfügung gestellten Geld und nach der vereinbarten Prioritätenliste - so weit die personelle Situation das ermögliche. Beim Theatermuseum sei nichts verfallen, sondern jetzt nach wie vor der richtige Zeitpunkt für eine Dachsanierung.

Wolfgang Scheffler (Grüne) wollte Details zu der personellen Ausstattung im Immobilienmanagement wissen, dessen Leiterin, Doreen Kerler, derzeit erkrankt ist. "Sind die Aufgaben, die man diesem Amt aufgebürdet hat, zu hoch, oder das Personal zu wenig?", fragte Scheffler und verwies auf die derzeit laufende Strukturuntersuchung. Die wurde auch vor dem Hintergrund eingeleitet, weil es Probleme mit der Suche nach Flüchtlings-Standorten gegeben hatte.

Bonin verwies darauf, dass es bereits mehrere solcher Untersuchungen gegeben habe, das Personal aber dennoch nicht aufgestockt worden sei. Dabei sei die Behörde immerhin für mehr als 2000 städtische Gebäude zuständig. "Oft liegt es auch an den Abläufen und Vorstellungen der Nutzer." Nötig sei auch, Schnittstellen zwischen Ämtern und Dezernaten zu optimieren.

(RP)