Junges Theater: "Theater auf Rezept" feiert im Jungen Schauspielhaus

Junges Theater : "Theater auf Rezept" feiert im Jungen Schauspielhaus

Theater ist für die geistige Förderung von Kindern und Jugendlichen wichtig, davon sind Düsseldorfer Ärzte überzeugt. "Als Kinder- und Jugendärzte haben wir in unseren Praxen heute vielfach nicht mehr mit den klassischen Kinderkrankheiten zu tun, sondern mit sozial bedingten Entwicklungsstörungen, vor allem Sprachstörungen", sagt Hermann Josef Kahl. Vor drei Jahren rief er mit Partnern das Projekt "Theater auf Rezept" ins Leben: Kinder und Jugendliche, die an Vorsorgeuntersuchungen wie U10 und J1 teilnehmen, bekommen einen Gutschein fürs Theater geschenkt. Vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien sollen damit in Theater wie das Junge Schauspielhaus geführt werden.

Dort wird heute das dreijährige Bestehen und die Erfolgsgeschichte des Modells gefeiert, das inzwischen bundesweit angeboten wird. Mit Workshops zum Thema Kinder- und Jugendtheater und der Aufführung von "Nichts. Der erhobene Zeigefinger" feiern Projektverantwortliche und -initiatoren wie Kahl (Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte), Michael Strahl (Projekt-Mitinitiator) und beteiligte Kinder und Mitarbeiter das Kulturprojekt, das unter Schirmherrschaft von Peter Maffay steht und von der Siemens-Betriebskrankenkasse gefördert wird.

(RP)