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Gastronomie in Düsseldorf: Terrassen: Stadt will 1,3 Mio. einnehmen

Gastronomie in Düsseldorf : Terrassen: Stadt will 1,3 Mio. einnehmen

Mit steigenden Temperaturen eröffnen immer mehr Gastronomen ihre Außenterrassen. Die Gebühren, die sie dafür an das Rathaus zahlen, sind 20 Prozent höher als vergangenes Jahr. Die Stadt rechnet mit 200 000 Euro Mehreinnahmen.

So lange wie in diesem Jahr hat es selten gedauert, bis man entspannt und ohne Wintermantel seinen Kaffee draußen genießen konnte. Dabei ist Düsseldorf bekannt für seine Außengastronomie. Seit dem Wochenende stimmen die Temperaturen, und die Wirte stellen ihre Tische und Stühle auf die Bürgersteige. Das kostet dieses Jahr 20 Prozent mehr - denn erstmals seit 1998 hat das Rathaus die Gebühr für die Sondernutzung des öffentlichen Straßenraums erhöht. Darunter fällt auch die Außengastronomie.

Kostete der angefangene Quadratmeter Straßenfläche bisher zwischen 40,90 und 56,20 Euro (je nach Lage, und je nachdem, ob die ganze Saison oder nur monatlich gebucht wird), sind es jetzt zwischen 49,10 und 67,45 Euro. Bleibt die Zahl der genehmigten Konzessionen wie in den Vorjahren, wird die Stadt damit jährlich rund 1,3 Millionen Euro einnehmen. Das sind fast 200 000 Euro mehr als vor der Erhöhung. Laut Michael Zimmermann, Leiter des Ordnungsamts, sind bisher 470 Anträge auf Außenterrassen genehmigt worden. 2012 seien es zum gleichen Zeitpunkt zwar 620 Genehmigungen gewesen, "da war das Wetter in den Vormonaten jedoch erheblich besser".

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Insgesamt lag die Zahl der erteilten Genehmigungen im vergangenen Jahr bei mehr als 1000. Zimmermann geht davon aus, dass sich kaum ein Gastronom von der Gebührenerhöhung davon abhalten lassen wird, draußen Tische aufzustellen. "Im Gegenteil, es wird vielleicht sogar mehr." Wenn nämlich ab Mai das strenge Rauchverbot gilt, wird wohl auch manche Kneipe, die bisher auf Außenbestuhlung verzichtet hat, draußen ein, zwei Tische mit Aschenbechern für die rauchenden Gäste aufstellen.

Die Gastronomen reagieren ganz unterschiedlich auf die Erhöhung. Manche geben offen zu, dass die Mehrkosten sie kaum beeindrucken, weil sie einen entsprechend hohen Umsatz oder Verständnis dafür haben, dass alles teurer wird. Andere empfinden es als "Frechheit", weil die Gastronomie ohnehin um jeden Euro kämpfen müsse, und weil die Stadt zwar die Gebühren erhöhe, aber im Gegenzug nicht mehr dafür leiste. Nicht ausgeschlossen, dass am Ende der Kunde die Zeche zahlt und die höheren Gebühren auf die Preise umgelegt werden. Für Außengastronomie gelten klare Regeln. "Sie darf nicht störend sein, und es muss mindestens eine Restbreite von 1,80 Meter auf dem Bürgersteig für Fußgänger bleiben", sagt Zimmermann. In Fußgängerzonen muss noch mehr Platz gelassen werden, zum Beispiel für Rettungswege. Bei Neuanträgen muss mit einer Skizze oder einem Foto visualisiert werden, wo die Tische aufgestellt werden können.

Die Stadt ist dabei in zwei Zonen geteilt: In den umsatzstarken Bereichen Altstadt (inklusive Kasematten), Königsallee (künftig inklusive Kö-Bogen und Schadowstraße) und Medienhafen (inklusive Ostseite Hammer Straße) gelten die leicht höheren Preise der Zone 1, im Rest der Stadt, der Zone 2, sind die Gebühren niedriger.

Ab nächstem Jahr sollen die Zonen weiter ausdifferenziert werden. Ziel sei, so heißt es in der Beschlussvorlage, der der Stadtrat zugestimmt hat, "die Terrassengebühr gerechter zu gestalten". Dann soll in Teilen der Zone 2 ein geringerer "Einstiegstarif" gelten und in Teilen der Zone 1 ein "Hotspot-Zuschlag", also ein Zuschlag für eine besonders attraktive und frequentierte Lage.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Düsseldorf: Das sagen Wirte zur Gebühren-Erhöhung

(jco)