Verwaltung in Düsseldorf: Technisches Rathaus soll an die Moskauer Straße

Verwaltung in Düsseldorf : Technisches Rathaus soll an die Moskauer Straße

Die Verwaltung hat die beiden möglichen Standorte für einen Neubau analysiert und favorisiert inzwischen Oberbilk. Entscheiden müssen die politischen Gremien.

Die Stadt will, dass das Technische Rathaus nach Oberbilk umzieht. Nach einer Prüfung der beiden möglichen Standorte könne seitens der Verwaltung eine Empfehlung für den Standort Moskauer Straße 23 ausgesprochen werden, teilten Oberbürgermeister Thomas Geisel und Kämmerin Dorothée Schneider am Freitag mit. In Frage gekommen war außerdem noch das Grundstück in Bilk „Auf’m Tetelberg“, wo auch Wohnungen und der Neubau des Luisen-Gymnasiums entstehen sollen.

Das Technische Rathaus an der Brinckmannstraße/Auf’m Hennekamp besteht aus fünf Gebäuden unterschiedlichen Alters. Dort sind unter anderem das Amt für Statistik und Wahlen und das Bauaufsichtsamt untergebracht. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung hatte 2017 ergeben, dass ein zentraler Neubau günstiger ist als eine Sanierung der Bestandsbauten, zudem verspricht sich die Stadt davon  ein Umfeld für moderne Büroraumkonzepte. Das alte Gelände würde die Stadt verkaufen, dort könnten unter anderem Wohnungen entstehen.

Die beiden von der Stadt als für das Technische Rathaus geeignet bezeichneten Standorte, die sich weitgehend in ihrem Eigentum befinden, wurden den Angaben zufolge umfassend geprüft. Betrachtet worden seien die baulichen Möglichkeiten und Besonderheiten der Grundstücke, die verkehrliche Situation und die Zeitschiene der Bauleitplanung, hieß es – und natürlich die Kosten. Aus den Ergebnissen hat die Stadt die Empfehlung für Oberbilk abgeleitet. Das entspricht auch früheren Einschätzungen, nach denen die Mitarbeiter unter anderem die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr in Oberbilk bevorzugen dürften.

Die vorliegenden Ergebnisse sollen nun den zuständigen Ausschüssen und dem Rat vorgelegt werden, die letztlich über den Standort und die weitere Realisierung entscheiden. „Der Auftrag des Rates stellt eine große Herausforderung und Chance dar, einen ökologisch und ökonomisch anspruchsvollen Neubau für rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter planen und umsetzen zu können“, sagt Oberbürgermeister Geisel: „Wir planen ein modernes, bürger- und mitarbeiterfreundliches Gebäude in zentraler Lage der Landeshauptstadt.“ Die zunehmende Digitalisierung und die Einführung der elektronischen Akte ermöglichten neue Arbeitsweisen, die es durch entsprechende räumliche Strukturen zu fördern gelte, betonte er. Durch eine Modernisierung der Verwaltung würden attraktivere Arbeitsbedingungen geschaffen.

„Der Neubau selbst soll neben den funktionalen Anforderungen auch besondere Ansprüche an die Architektur, die städtebauliche Einbindung sowie Ziele der Nachhaltigkeit erfüllen“, sagte Stadtkämmerin Dorothée Schneider. Das städtische Tochterunternehmen Immobilien Projekt Management GmbH (IPM) könne die Leitung der kommenden Projektphasen federführend übernehmen. Auch die Einrichtung einer sechsgruppigen Betriebskindertagesstätte ist angedacht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Pläne für das Technische Rathaus in Düsseldorf

Mehr von RP ONLINE