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Düsseldorf: Taxi-App Uber will weiter nach Düsseldorf

Düsseldorf : Taxi-App Uber will weiter nach Düsseldorf

Hamburg geht rechtlich gegen den Internet-Taxidienst Uber vor - das Unternehmen will trotzdem weiter expandieren. Düsseldorf steht nach wie vor auf der Wunschliste der Firma, die in Deutschland bislang auch in Frankfurt, München und Berlin aktiv ist. "Wir hoffen, unseren Service bald in ganz Deutschland anbieten zu können", hieß es von Uber auf Anfrage. "Düsseldorf ist eine wunderbare Stadt und wir würden uns sehr freuen, auch hier bald starten zu können." Einen konkreten Starttermin nannte die Firma aber nicht. Im Frühjahr hatte es geheißen, der Dienst werde "im Sommer" in Düsseldorf starten.

Anders als traditionelle Taxiunternehmen betreibt das Startup keinen Fuhrpark, sondern vermittelt Fahrten per Smartphone, die Fahrer arbeiten auf eigene Rechnung. Die Stadt Hamburg ist der Ansicht, dazu sei eine Genehmigung zur Personenbeförderung nötig, die die Uber-Fahrer meist nicht besäßen. Das Unternehmen argumentiert, dass die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein benötigten, da sie lediglich Privatpersonen seien, die über die Uber-Plattform ihre Dienste anbieten. Uber fordere Hamburg auf, die Vorschriften an die Smartphone-Ära anzupassen. Die Firma kann bis zu einem Gerichtsentscheid weitermachen.

Auch die Taxifahrer in Düsseldorf sorgen sich vor der neuen Konkurrenz. "Das wäre eine massive Wettbewerbsverzerrung", meint der Chef der Taxigenossenschaft, Dennis Klusmeier. Uber zählt zu den am heißesten begehrten Firmen im Silicon Valley. Finanzprofis bewerten die Firma mit 18 Milliarden Dollar, zu den Geldgebern gehört Google.

(arl)