Bauarbeiten in Düsseldorf: Tausendfüßler über Schadowstraße abgerissen

Bauarbeiten in Düsseldorf : Tausendfüßler über Schadowstraße abgerissen

Vom einst 414 Meter langen Tausendfüßler stehen nur noch wenige Meter. Bis Sonntagabend hatten die Bauarbeiter in der Düsseldorfer Innenstadt das Stück über der Fußgängerzone Schadowstraße beseitigt und den Abriss in Richtung Berliner Allee fortgesetzt. Bis Mittwoch sollen diese sensiblen Arbeiten nahe der Geschäftsgebäude abgeschlossen und damit die eigentliche Hochstraße verschwunden sein.

Die aktuellen Arbeiten sind der fünfte von sieben Schritten des Abrisses. Am kommenden Wochenende (13. bis 15. April) wird der Bereich der so genannten Trompete, wo sich die Hochstraße in zwei Fahrtrichtungen teilte, abgerissen. Parallel dazu verschwinden auch die noch verbliebenen Auffahrt- und Abfahrtrampen des Tausendfüßlers. Bis 21. April wird die Oberfläche wieder hergestellt und die Baustelle geräumt. Danach beginnen die Vorarbeiten für den Tunnelbau, der Mitte Juni beginnen soll.

Die Arbeiten über der Schadowstraße mussten kurzfristig umgeplant werden. Ursprünglich war vorgesehen, diesen Abschnitt der Hochstraße mit Sägen zu zerteilen und die rund 100 Stücke mit einem Kran herausheben zu lassen. Der dafür notwendige Kran brächte eine Stützlast von mehr als 140 Tonnen pro Kranfuß in den Boden ein. Dies ist rund um die Baustelle von Kö-Bogen und Wehrhahn-Linie aber nur unter erhöhtem Risiko möglich. Für die Arbeiten an den beiden Großprojekten sind zahlreiche Versorgungsleitungen erforderlich, die dort verlaufen, wo der Kran hätte aufgestellt werden können. Durch die hohen Drücke aus den Kranarbeiten laufen die Leitungen Gefahr beschädigt zu werden.

Statt dessen setzen Stadt und das zuständige Unternehmen nun auf eine modifizierte Variante der klassischen Abrisstechnik. Hydraulikwerkzeuge mit einer größeren "Beißöffnung" (1,80 statt 1,40 Meter) machen den Brückentorso schmaler und den Abstand zu den Fassaden größer. Ein größeres Abfangbett und ein fünf Meter hohes Gerüst mit starker Plane schützen das Umfeld zusätzlich.

("")
Mehr von RP ONLINE