1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Düsseldorf: Tausendfüßler-Abriss: Die Baustelle schrumpft

Düsseldorf : Tausendfüßler-Abriss: Die Baustelle schrumpft

Der Besuch in der Düsseldorfer Innenstadt wird wieder angenehmer. Autofahrer können die zuletzt gesperrten Straßen wieder nutzen, alle Geschäfte und Parkhäuser sind erreichbar.

Wie Bilder täuschen können: Die Reste des Tausendfüßlers und die Baustelle um ihn herum wirken immer noch gewaltig. Tatsächlich aber ist die Hälfte des Abrisses nun geschafft, die Absperrungen verschwinden — und die Stadt drückt sogar noch aufs Tempo. Die Sperrung der Durchfahrt von der Berliner Allee zum Martin-Luther-Platz und die der Gegenrichtung sollte bis Freitag Abend dauern. Das Verkehrsamt schaffte diesen Abschnitt aber schon bis Freitagmorgen und beseitigte den Engpass. Gleiches gilt für die Blumenstraße und die Zufahrt zum Parkhaus der Schadow Arkaden. Auch dort gibt es keine Hindernisse mehr, die Autofahrer kommen wieder schnell an ihr Ziel.

Das sind wichtige Nachrichten für die Händler rund um die Schadowstraße. In den vergangenen Tagen spürten sie deutlich, dass Kunden von der Baustelle, den Sperrungen und dem Dauerstau abgeschreckt wurden und nicht in die City zum Einkaufen kamen. Da nun die Abrissarbeiten über den großen Straßen vollendet sind, ist der Weg ins Zentrum wieder leichter und führt voraussichtlich auch wieder zu vollen Einkaufsstraßen.

  • Fotos : Tausendfüßler-Abriss: Der Weg zur Arbeit verlängert sich
  • Fotos : Tausendfüßler: Rampe Berliner Allee wird abgerissen
  • Fotos : Tausendfüßler-Auffahrt an der Immermannstraße ist abgerissen
  • Abriss der Düsseldorfer Hochstraße : Tausendfüßler: Durchfahrt ist wieder offen
  • Baubesprechung am Donnerstagvormittag auf der Kaiserstraße
    Stadtentwicklung in Radevormwald : Straßensanierung liegt voll im Zeitplan
  • Beeinträchtigungen auch für Radevormwalder : Baustelle in Lennep fordert Geduld

Die Schwierigkeiten rund um die Baustelle sind statistisch leicht zu begründen. Rund 30 000 Autos rollten früher pro Tag über die Hochstraße. Nun suchen sich die Fahrer andere Routen, so dass es mal auf der Heinrich-Heine-Allee, mal auf der Kaiserstraße oder der Berliner Allee zu langen Staus kommt. Diese sind allerdings zu einem großen Teil auch dadurch verursacht, dass weder Ampelschaltungen noch Fahrspuren (wenn auch nur provisorisch!) auf den neuen Andrang umgestellt wurden. "Zu aufwändig", hieß es seinerzeit aus den zuständigen Behörden. Dabei dauert es noch bis Anfang Juni, bis man auf der Verkehrsführung des Tausendfüßlers (in die Berliner Allee und in die Immermannstraße) provisorische Fahrbahnen eingerichtet hat, die dauerhafte Entlastung bringen.

Dass bis Dienstag zahlreiche Straßenbahnen nicht durchs Zentrum fahren (siehe unten stehenden Artikel), nutzen Stadt und Rheinbahn für weitere Bauarbeiten. In der Altstadt werden die Gleise auf der Hunsrückenstraße zwischen Bolker- und Flinger Straße bis Montag erneuert. Außerdem stehen Arbeiten an den Schienen auf der Heinrich-Heine-Allee an. Dafür muss für den Autoverkehr die Wendeabbiege-Spur gesperrt werden; die Abbiegespur in die Theodor-Körner-Straße und damit in Richtung Königsallee bleibt befahrbar. Hinzu kommen Bauarbeiten auf der Kreuzung Dorotheenstraße/Ackerstraße in Flingern. Die Kreuzung ist bis Dienstag für Autos gesperrt, auch tagsüber.

Es gibt immerhin auch eine Sperrung, die die Stadt abgesagt hat: Eigentlich sollte bis Montag früh die Luegallee in Höhe Tiefgarage Barbarossaplatz für letzte Arbeiten vor Eröffnung der Garage in Richtung Innenstadt komplett gesperrt werden. Wegen des Wetters wurde das jetzt verschoben.

(top)