Tauschpartner für die Wohnung in Düsseldorf gesucht

Große Wohnung gegen kleine Wohnung: Tauschpartner für die Wohnung gesucht

Bei der neuen Tauschbörse in der Volkshochschule meldeten sich erste Interessierte für das Projekt.

Marcel Adamczak hat jetzt einen Hoffnungsschimmer mehr: Gerne würde der 40-Jährige mit seiner Freundin zusammenziehen, eine Familie gründen. Nur, das ist weder in seiner 53-Quadratmeter-Wohnung in Derendorf, noch in ihrem Apartment in Gerresheim möglich. „Ein Traum wäre es, etwas in Gerresheim zu finden. Meine Freundin ist Gerresheimerin, und es ist eine ideale Wohngegend für Familien“, sagt Adamczak. „Wir suchen schon lange nach einer passenden Bleibe und wären inzwischen auch mit einer Wohnung in angrenzenden Stadtteilen zufrieden.“

Der Architekt interessierte sich deshalb auf dem Forum „Neue Wohnformen“ in der Zentrale der Volkshochschule am Sonntag auch für die neue Wohnungstauschbörse. „Die Tauschbörse ist eine sympathische Möglichkeit, ohne Umwege und zusätzliche Kosten sich gegenseitig zu helfen“, sagt er.

Die erste öffentliche Präsentation der Wohnungstauschbörse bei dem Forum war eine gemeinsame Aktion des Senioren-, des Jugendrates, des Wohnungsausschusses, der Caritas und der Internetplattform „tauschwohnung.com“. „Wir möchten mit der Wohnungstauschbörse die angespannte Wohnungsmarktsituation einfach einmal anders angehen“, sagt Hartmut Mühlen, Sprecher des Arbeitskreises „Wohnen im Alter“ des Seniorenrates. Die Tauschbörse sei ein Projekt für Jung und Alt.

Offensichtlich hat er recht, denn unter anderem bekundete ein 71-jähriger Pempelforter mit einer 120-Quadratmeter-Wohnung Interesse an einem Wohnungstausch. Ihm genügt eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Wohnküche. 19 weitere hinterließen ihre Namen auf einer Liste und bekommen das volle Informationspaket. „Ich hatte auf ein bisschen mehr gehofft“, so Mühlen. „Aber für Düsseldorf ist es ja auch noch ein neues Thema, das noch nicht so bekannt ist.“ Und auch da hat er recht, denn auf der Internetplattform „tauschwohnung.com“ stehen für Düsseldorf aktuell gerade mal 50 Wohnungen. Ob ein Tausch überhaupt klappt, ist, selbst wenn sich die Mieter sympathisch sind, ungewiss, denn der Vermieter muss ja noch mitspielen. Ein Hoffnungsschimmer ist es aber.

Wem gehört Düsseldorf? In einem gemeinsamen Rechercheprojekt wollen RP und das Netzwerk Correctiv mehr über den Wohnungsmarkt herausfinden. www.wem-gehoert-duesseldorf.de

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