Tat in Düsseldorf-Friedrichstadt: „Rambo-Messer“ für Mord in Bachstraße besorgt

Tat in Düsseldorf-Friedrichstadt : „Rambo-Messer“ für Mord an Frau besorgt

Durch Zeugen kommen beim Prozess um den Mord an einer 36-jährigen Frau in Friedrichstadt immer mehr Details der Bluttat zur Sprache. Demnach soll der Angeklagte mit einem extra dafür beschafften „Rambo-Messer“ zugestochen haben.

Der Frau hat er laut Anklage an einem Augustmorgen 2018 vor ihrer Haustür an der Bachstraße aufgelauert, sie rücklings niedergestochen und mit 27 Schnitt- und Stichwunden tödlich verletzt. Einer seiner Brüder (40) versicherte als Zeuge am Mittwoch den Hinterbliebenen des Opfers das Beileid im Namen seiner Familie.

Kernpunkt des Prozesses ist nach einem Pauschalgeständnis des Angeklagten jetzt nur noch die Frage nach seiner Schuldfähigkeit. Dazu sollen Psychiater und Gutachter gehört werden. Denn formell gilt der Angeklagte als geistig beeinträchtigt.

Einer seiner Brüder gab gestern an, der 44-Jährige habe einen Schlüssel für den Kiosk der Familie in Tatortnähe gehabt – habe jenes Büdchen also eigenständig öffnen und betreuen können. Andere Zeugen hatten zuvor beschrieben, dass der Angeklagte einen Kumpan gebeten habe, ihm das Tatmesser für 30 Euro zu beschaffen.

Laut Aussagen anderer Zeugen habe der Angeklagte erklärt, er werde der 36-Jährigen mit der 18 Zentimeter langen Kampfmesser-Klinge „den Kopf abschneiden“. Bei der Tat hatte er ihr laut Gutachtern die Luftröhre durchtrennt und die Halsschlagader, bevor er der Frau noch ins Herz stach. Jede dieser drei Wunden war tödlich.

Dabei hatte das Opfer zuvor einen vom Angeklagten beschafften Ventilator eigens durch einen Bekannten zurückbringen und ausrichten lassen, der 44-Jährige solle sie nicht mehr belästigen. Das habe der scheinbar ruhig aufgenommen, als würde er die Ablehnung durch die Frau akzeptieren. Tatsächlich aber schrieb er ihr Briefe, hat sie darin seiner Liebe versichert und sich beklagt, dass sie seine Anrufe auf Handy unterdrückte.

Ob und wann der 44-Jährige sein Kurz-Geständnis ergänzen will, ist noch unklar. Sein Prozess geht am 2.April weiter.

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