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Tag der Offenen Tür: Tanzhaus vereint Tänze der Welt

Tag der Offenen Tür : Tanzhaus vereint Tänze der Welt

Zahlreiche Besucher kamen am Wochenende in das Tanzhaus NRW zum Tag der offenen Tür, um zu testen, welcher Tanzstil für sie der richtige ist: Salsa, Streetdance oder doch Klassisches Ballett. Wer mochte, konnte auch hinter die Kulissen blicken.

Dicht gedrängt stehen die Besucher auf den Gängen vor den Studios im Tanzhaus NRW. Aus den acht Studios schallen Hip-Hop, Klassische Musik und lateinamerikanische Rhythmen. Heute startet das neue Semester mit rund 300 unterschiedlichen Kursen und Workshops im Tanzhaus.

Am Wochenende konnten Interessierte beim Tag der offenen Tür bei unterschiedlichen Kursen selbst mittanzen oder einfach nur zuschauen. Von Streetdance über Salsa, Zeitgenössischem Tanz und Klassischem Ballett war alles dabei. Jedes Jahr zweimal lädt die Einrichtung zum Tag der offenen Tür. "Wir wollen ein Tanzhaus für die Tänze dieser Welt sein. Wir bieten Tanzkurse für jede Altersgruppe an", sagte Bertram Müller, Intendant.

Schon seit ein paar Jahren besuchen Anne (18) und Alexa (19) dann das Tanzhaus. "Wir haben uns vorher nicht überlegt, bei welchem Kurs wir mittanzen möchten. Wir entscheiden das hier immer spontan", berichtet Alexa. "Ich finde es besonders interessant, dass man hier bei Kursen mitmachen kann, von denen man vorher noch nie gehört hat", fügte Anne hinzu, die schon seit ihrer Kindheit tanzt. Das Tanzhaus bietet auch Kurse an, deren Titel wie "Afro Pop", "Lockin´" oder "Ashtanga Yoga", nicht direkt verraten, auf was sich die Tänzer einlassen. "Aber ich denke, wir gehen gleich zu Musical Show Dance", sagte sie beim Studieren des Stundenplans.

"Wir sind ein Haus, das zu 50 Prozent Kurse anbietet und zur anderen Hälfte Tanztheater", sagte Angela Vucko, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Tanzhaus NRW. Beim Tag der offenen Tür standen die Kurse im Vordergrund. Aber auch für die Besucher, die sich mehr für die Shows interessieren, gab es auf den Backstage-Führungen einiges zu entdecken. Ansgar Kluge, Leiter der Bühnentechnik, führte in die Regie: "Für die Shows ist die Technik vorher programmiert. Während der Auftritte müssen wir nur noch auf die Maus klicken und alles läuft von alleine." Die Bühnentechniker des Tanzhauses arbeiten gleichzeitig mit sieben Computern. "Da kann man schon mal mit den ganzen Mäusen durcheinander kommen", sagte Kluge und lachte.

Das Tanzhaus NRW gibt es in Düsseldorf seit den 70er Jahren. 1998 bezog es das ehemalige Straßenbahndepot an der Erkrather Straße. Seitdem hat es sich zu einem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz entwickelt. Erika Winkler ist eine der Dozentinnen, die diese Tanzform unterrichtet. Oft wird sie gefragt, was dieser eigentlich ist. "Zeitgenössischer Tanz ist ein weites Feld", erklärte sie. "Manche Tänzer setzen Yoga als Schwerpunkt, andere tanzen konkrete räumliche Aufgaben." Die Tänzer bestimmen dann einen Punkt, um den sie sich herumbewegen.

(jco)