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Wohnraum in Düsseldorf: Tagung zu Immobilienstandort

Wohnraum in Düsseldorf : Tagung zu Immobilienstandort

Zwei Tage diskutierten Experten der Branche über den Immobilienmarkt Düsseldorf. Gestern war der Seestern an der Reihe. Die dortigen Anrainer rüsten sich für den Umzug von Vodafone, bei dem hunderte Büros frei werden.

Der Düsseldorfer Immobilienmarkt ist weiter dynamisch. So sind besonders Büroflächen in guter Lage gefragt. Aber auch der Einzelhandel ist weiterhin ständig auf der Suche nach guten Flächen in innerstädtischen Lagen. Hierfür werden in Spitzenlagen auch weiterhin - trotz der Eurokrise - Höchstpreise gezahlt. Die neuen Projekte sind offenbar auf auf einem guten Weg.

Auch die anderen Immobilienmarktsegmente wurden auf der gestern zu Ende gegangenen "11. IIR Immobilienstandort Düsseldorf 2012" im Hyatt Regency Hotel thematisiert: So habe Düsseldorf in punkto Stadtentwicklung aufgeholt, liege aber immer noch hinter den Topstädten München, Frankfurt und Hamburg. Besonders fehle es der Landeshauptstadt weiter an Wohnimmobilien, so der Tenor der zweitägigen Konferenz, die nach dreijähriger Unterbrechung wieder Treffpunkt der Düsseldorfer Immobilienspezialisten war.

Doch im Bereich der Gewerbeimmobilien ist nicht alles eitel Sonnenschein. So bereitete den Spezialisten der hohe Leerstand Sorge. "Im Central Business District (CBD) in der Düsseldorfer Innenstadt liegen die Leerstandsquoten bei Büroimmobilien mit 5,4 Prozent deutlich niedriger. Aber außerhalb gibt es viele Immobilien, die büroseitig nicht mehr genutzt werden können", sagte BNP Paribas Real Estate Experte Christoph Meszelinsky. Zugleich stiegen die Anforderungen der potenziellen Mieter, so die einhellige Meinung der Referenten und Diskutierenden.

Bei den Quartiersentwicklungen stand der Seestern im Vordergrund: So sprachen in einer Diskussionsrunde Dirk Lindner, Vorsitzender der Standortinitiative Seestern, Claas Zinke von der Union Investment und Thorsten Breitkopf, Wirtschaftsredakteur der Rheinischen Post, über neue Ideen und Entwicklungen am Seestern. Hierbei wurde deutlich, dass der erste reine Bürostandort Düsseldorfs durch die Initiative, Eigentümer und die Stadt Düsseldorf aufgewertet werde, so dass eine "Monostruktur" vermieden werde. Der Standortwechsel von Vodafone werde zu verkraften sein. Im Branchenmix bestehe teilweise noch Nachholbedarf. Die weit über Düsseldorf hinausreichende Bekanntheit, das Flächenangebot sowie die Nähe zum Rhein seien besondere Stärken, sagte Zinke. Lindner hierzu: "Die Marke Seestern ist ein Geschenk per se".

Auch bei anderen vorgestellten Quartiersentwicklungen gab es neue Erkenntnisse: So liege die Mietpreisspanne im Dreischeibenhaus mit 24 bis 30 Euro je Quadratmeter am oberen Ende. Der Kö-Bogen ist im Einzelhandel bereits zu über 90 Prozent vermietet, im Bürobereich zu mehr als 50 Prozent. In der Unternehmerstadt Derendorf sind nur noch 5000 Quadratmeter zu haben. Bezüglich der hohen Leerstandsquote bei Büroimmobilien wurde diskutiert, wie unvermietbare Leerflächen in Wohnraum umgewidmet werden können.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Immobilien der IDR