Name und Nachricht: Susanne Kaufmann

Name und Nachricht: Susanne Kaufmann

Als alleinerziehende Mutter einer zwölfjährigen Tochter weiß Susanne Kaufmann, welche Fallstricke es beim Thema Gleichstellung von Frauen und Männern nach wie vor gibt. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht, trotzdem sind Frauen in den Führungsetagen vieler Branchen unterrepräsentiert", sagt sie. Seit drei Wochen ist die Diplom-Politikwissenschaftlerin stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt.

"Als ich die Ausschreibung entdeckte, war mir sofort klar, dass ich meinen Hut in den Ring werfe", sagt die 47-Jährige. Bislang hatte sie sich elf Jahre lang im Amt für Statistik und Wahlen um Sozialberichterstattung und Bürgerbefragungen gekümmert. Mit Geschlechterdemokratie befasste sich Kaufmann schon in ihrem Studium an der Uni Marburg. "Damals beschäftigte uns die Frage, warum es fast keine Professorinnen gibt", erinnert sie sich.

Dass Frauen für eine bestimmte Zeit bei gleicher Qualifikation vorrangig befördert werden, hält sie für gerechtfertigt. Ganz oben auf der Agenda müsse deshalb das Thema Betreuung stehen. "Nur wer sein Kind gut aufgehoben weiß, kann sich auf den Beruf konzentrieren", sagt sie. Inzwischen arbeitet die Vertreterin von Elisabeth Wilfart wieder Vollzeit. "Meine Tochter geht in die siebte Klasse, da kann man den Alltag entsprechend organisieren", sagt die Hobby-Seglerin.

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Die Stadt sieht sie beim Thema Ganztagsbetreuung auf einem guten Weg. In den kommenden Wochen will sich Kaufmann, die ihr Büro an der Kasernenstraße hat, erst einmal einen Überblick über ihre neue Aufgabe verschaffen. Besonders kümmern will sie sich um Arbeitszeitmodelle und die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Jörg Janßen

(RP)