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Kampf gegen "bauliches Monstrum": Streit ums neue Mövenpick-Hotel

Kampf gegen "bauliches Monstrum" : Streit ums neue Mövenpick-Hotel

Die Anwohner des Hofgartenviertels an der Inselstraße lassen nicht locker in ihrem Kampf gegen das Mövenpick-Hotels an der Freiligrathstraße. Das wird in ihren Augen ein bauliches Monstrum und dominiere nach Fertigstellung das Viertel mit seinem zum Teil denkmalgeschützten Häusern.

Der Bauantrag für die Vier-Sterne Nobelherberge ist genehmigt. Doch die Bürgerinitiative hat beim Regierungspräsidenten Widerspruch gegen die von der Stadt erteilte Baugenehmigung eingelegt.

Derzeit ist das Areal an der Freiligrathstraße ein Trümmerfeld. Die Abrissarbeiten des Bürohauses sind in vollem Gang. Sogar eine kleine Stichstraße kann jetzt nicht mehr zur Inselstraße befahren werden. Gegen den Abriss können die Anwohner gerichtlich nicht vorgehen. Auch ihr Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Werner Kunze (51), Sprecher der Initiative: "Selbst wenn der Regierungspräsident unsere Argumente nicht anerkennen sollte, werden wir den Rechtsweg bis zum Ende, also bis zum Bundesverwaltungsgericht gehen. Denn was Mövenpick hier vorhat, sprengt den Rahmen."

Er meint: "Im Rahmenplan Hochhausentwicklung ist festgelegt, dass im Abstand von 50 Metern vom Hofgarten kein Gebäude mit mehr als 22 Meter Höhe genehmigt werden darf. Das Hotel aber soll 40 Meter hoch werden." Wird Mövenpick nach dem Abriss überhaupt bauen wollen, solange die Rechtslage nicht klar ist? Ein Sprecher der Ludger Inholte Projektentwicklung meint sagt: "Wir haben eine Baugenehmigung und werden bauen. Die rechtliche Auseinandersetzung würde nur die Stadt betreffen."

(RP)