Flughafen: Streit ums Abschleppen geht weiter

Flughafen: Streit ums Abschleppen geht weiter

In einer Stadt wie Düsseldorf, die in weiten Teilen unter einem Mangel an Abstellflächen für Fahrzeuge leidet, ist es ein lohnendes Geschäft, falsch geparkte Autos abzuschleppen – drei Firmen teilen sich hauptsächlich diesen Kuchen.

In einer Stadt wie Düsseldorf, die in weiten Teilen unter einem Mangel an Abstellflächen für Fahrzeuge leidet, ist es ein lohnendes Geschäft, falsch geparkte Autos abzuschleppen — drei Firmen teilen sich hauptsächlich diesen Kuchen.

Vor allem am Flughafen, wo pro Jahr im Durchschnitt 2000 Fahrzeuge an den Haken kommen, ist das Interesse der Unternehmen besonders groß, die Lizenz zum Abschleppen zu bekommen. Sie wird daher vom Flughafen regelmäßig ausgeschrieben und dann dem Unternehmen mit dem besten Angebot zugeteilt.

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Über viele Jahre hatte eine bestimmte Firma diese Genehmigung, im Sommer 2009 jedoch, bei einer erneuten und seinerzeit fälligen Ausschreibung, bekam ein Anderer den Zuschlag. Die plötzlich leer ausgehende Firma wollte das nicht hinnehmen und klagte. Jetzt wird sie wohl recht bekommen: Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf entschieden, die Ausschreibung sei nicht korrekt gewesen und müsse wiederholt werden. Der Kläger, aber auch der zur Zeit am Flughafen tätige Abschlepper wollen sich nun neu um die Genehmigung bewerben. Am Flughafen selbst wollte man den Fall noch nicht kommentieren:

Das Urteil werde man erst Ende des Monats erhalten, sagte Sprecher Christian Witt. Unter den Abschleppunternehmen gibt es immer wieder Versuche, sich gegenseitig — auch per Gericht — aus dem Geschäft zu drängen. Zuletzt gab es den Vorwurf, dass Unternehmen Preise absprechen. Oder dass einer mit Angeboten in eine Ausschreibung gegangen ist, die er nachher nicht halten konnte und dann versuchte, auf Kosten der Autofahrer das Geld zu bekommen.

(RP)