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Streit mit Ex-IDR -Chef Heinrich Pröpper kommt wieder vor Gericht 

Neuauflage in Düsseldorfer Skandal : IDR-Streit wieder vor Gericht

Ein Vergleich mit Heinrich Pröpper, Ex-Chef der Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) wurde vom Aufsichtsrat abgelehnt.

Heinrich Pröpper war einst ein gefragter Mann in Düsseldorf. Als Vorstand der hundertprozentigen Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) sorgte er unter Oberbürgermeister Joachim Erwin unter anderem dafür, dass der Bau von Arena und Dome reibungslos über die Bühne ging. 2012 verließ Pröpper die IDR im Zuge einer Sonderuntersuchung, in der es unter anderem um Feste, Einladungen und Geschenke an Politiker ging.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte, aber strafbar hat sich der selbstbewusst auftretende Manager damals nicht gemacht. Nun aber geht es wegen Schadenersatzforderungen gegen ihn erneut vor Gericht. Zeugen wie Ex-Oberbürgermeister Dirk Elbers könnten vorgeladen werden.

Es geht in dem Fall um Mehrkosten von mehr als 2,5 Millionen Euro, die bei der Sanierung von Schloss Eller entstanden sind. Pröpper soll dafür haften, da er den Aufsichtsrat darüber nicht informiert ordnungsgemäß haben soll. Der Manager argumentierte dagegen, die Aufseher hätten so oder so zugestimmt. In zwei Instanzen erhielt die IDR Recht, aber der Bundesgerichtshof (BGH) verwies den Fall in einem Punkt an das Oberlandesgericht (OLG) zurück. Das Gericht solle intensiver prüfen, ob die Behauptung von Pröpper zutreffend sein könnte, meinten die Bundesrichter. In allen anderen Punkten folgte der BGH dem OLG.

Ein weiteres Verfahren gegen Pröpper hätte durch einen Vergleich vermieden werden können. Die Manager-Versicherung hätte 700.000 Euro und die Verfahrenskosten von mehr als 300.000 Euro übernehmen sollen. Diesen Deal lehnte der Aufsichtsrat jetzt ab, vor allem die Arbeitnehmer, deren Verhältnis zu ihrem Ex-Chef offenbar getrübt ist, sprachen sich dagegen aus. Also kommt der Fall erneut vor Gericht. Aufsichtsräte wie der ehemalige OB Dirk Elbers, der damals Vorsitzender des Kontrollgremiums war, werden vermutlich als Zeugen aussagen müssen.