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Düsseldorf: Streik reduziert Fahrplan auf Minimum

Düsseldorf : Streik reduziert Fahrplan auf Minimum

Heute und Morgen stehen die Bahnen der Rheinbahn still, nur wenige Busse fahren. Wer pünktlich sein will, muss umplanen – und Zeit mitbringen. Vor allem morgen sind auch Kitas und andere städtische Einrichtungen betroffen.

Heute und Morgen stehen die Bahnen der Rheinbahn still, nur wenige Busse fahren. Wer pünktlich sein will, muss umplanen — und Zeit mitbringen. Vor allem morgen sind auch Kitas und andere städtische Einrichtungen betroffen.

Die Gewerkschaft Verdi macht ernst. Sie ruft für heute und morgen in Düsseldorf zum Streik auf. Leidtragende sind zunächst vor allem die Bus- und Bahnbenutzer. Die Rheinbahn wird bestreikt im gesamten Bedienungsgebiet. Alle Straßen- und Stadtbahnen bleiben im Depot; der Busverkehr soll auf 16 Linien aufrechterhalten bleiben, allerdings übernimmt das Unternehmen keine Gewähr, dass dies klappt. In jedem Fall ergeben sich erhebliche Löcher im Liniennetz, zudem müssen Reisende vor allem im Berufsverkehr mit randvollen Bahnen und Bussen rechnen.

Den Verlautbarungen der Gewerkschaft zufolge wird sich der Streik morgen ausweiten. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch wieder viele Kitas und städtische Einrichtungen wie Kfz-Zulassungsstelle oder Bürgerbüros geschlossen bleiben müssen.

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Wer ohne eigenes Auto ans Ziel kommen will oder muss, sollte folgende Tipps beherzigen:

S-Bahnen nutzen

Die Züge der Bahn sind vom Streik nicht betroffen. Das gilt auch für die sechs S-Bahn-Linien im Stadtgebiet, die nach regulärem Fahrplan verkehren. Sie sind der schnellste Weg, große Strecken durch die Stadt zurückzulegen und die Strecke für Fußmarsch oder Taxifahrt zumindest zu verkürzen.

Mehr Zeit einplanen

Reisende müssen in jedem Fall mit Verzögerungen rechnen. Die Busse sollen zwar in gewohnter Taktung fahren, aber nicht nach Fahrplan. Die Wartezeit für ein Taxi kann am Hauptbahnhof im Berufsverkehr bis zu 30 Minuten betragen. Auch wer ein Taxi bestellt, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen.

Berufsverkehr vermeiden

Wenn morgens Hunderttausende Pendler in die Stadt strömen, sind die wenigen Busse schnell überfüllt und Taxis Mangelware. Dies gilt genauso für den Rückweg am Nachmittag. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Kernzeiten umgehen.

Carsharing, Bikesharing und Fahrgemeinschaften nutzen

Die Anbieter DriveNow und Car2Go sind mit 550 Autos in Düsseldorf vertreten. Eine Mitgliedschaft kann kurzfristig über das Internet beantragt werden, dann lassen sich die Fahrzeuge nutzen. Mehrere Firmen bieten auch Fahrräder zur Miete. Eine Garantie auf ein Fahrzeug gibt es aber nicht. "Wir rechnen mit 50 Prozent mehr Kunden", sagt DriveNow-Sprecher Michael Fischer. Berufspendler sollten auch über Möglichkeiten für eine Fahrgemeinschaft nachdenken.

Hotline für Eltern

Die Stadt informiert unter Telefon 89-98870 über etwaige Schließungen von Kindertagesstätten und hilft bei der Suche nach kurzfristiger Betreuung.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So erlebten die Düsseldorfer den Warnstreik

(RP)