Streik am Flughafen Düsseldorf 2019: Das sollten Passagiere wissen

Düsseldorf betroffen : Das müssen Passagiere zum Flughafen-Streik am Donnerstag wissen

Schon wieder wird am Flughafen Düsseldorf gestreikt - am Donnerstag ist ein Bodendienstleister dran. Flüge könnten bei Eurowings gestrichen werden, Passagiere sollten wichtige Dinge in das Handgepäck packen. Was sie sonst noch wissen müssen.

Nachdem kürzlich das Sicherheitspersonal am Airport Düsseldorf die Arbeit niedergelegt hat, wird es am Donnerstag einen längeren Warnstreik beim Bodenpersonal geben. Der Arbeitskampf richtet sich gegen das Unternehmen Aviapartner, das rund 60 Prozent der in Düsseldorf startenden Flugzeuge am Boden abfertigt. Dies bedeutet konkret, dass das Ein- und Ausladen des Gepäcks gefährdet ist. Es könnten aber auch Flugzeuge am Starten gehindert werden, weil möglicherweise die fahrbaren Treppen zum Ein- und Aussteigen der Passagiere fehlen könnten.

Betroffen von dem Arbeitskampf sind unter anderem Marktführer Eurowings und der Ferienflieger Condor. Nicht betroffen sind nach eigenen Aussagen Laudamotion und Tuifly.

Eurowings sagte 24 An- und Abflüge von 48 entsprechendenFlügen in der Zeit ab.

Condor und Eurowings raten den Passagieren, alle wichtigen Utensilien in ihr Handgepäck zu nehmen. „Falls die großen Teile nicht eingeladen werden können, beginnt der Strandurlaub dann eben mit kleinem Gepäck“, sagt ein Airline-Manager. Falls Koffer liegen bleiben, würde dann versucht, diese schnell nach zu liefern.

Condor hat die Grenze für erlaubtes Handgepäck von sechs Kilo auf acht Kilo pro Person erhöht. Eurowings bittet die Reisenden, ihr Gepäck mit an Bord zu nehmen, wobei beide Airlines allerdings darauf hinweisen, dass die Grenzen für die erlaubte Größe von Handgepäck einzuhalten sind. Es dürfen also keine großen Koffer mit in die Kabine mitgenommen werden.

Eurowings rät den Reisenden, sich zu informieren, ob Flüge gestrichen oder verschoben werden. Weil der Arbeitskampf nur zwischen drei Uhr früh und elf Uhr am Morgen laufen wird, könnten einige Flüge erst einige Stunden später abheben.

Insgesamt könnten 140 Flüge von dem Streik direkt oder indirekt betroffen sein, teilt der Airport mit. Unklar ist, ob der zweite Gepäckdienstleister am Flughafen, Acciona, möglicherweise einige Aufgaben übernimmt.

Verdi ruft zu dem Streik auf.„In den Tarifverhandlungen geht es vor allem um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Wir fordern unter anderem ein Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie eine bessere Bezahlung der Nacht-, Schicht-, und Feiertagsarbeit. Die Arbeitgeber haben nach 2 Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt.“ so Verdi-Verhandlungsführer Peter Büddicker.

Diese Rechte haben Passagiere bei Flugausfällen.

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