Streik 2018 in Düsseldorf: Kitas und Awista am Dienstag, Rheinbahn am Mittwoch

Streik in Düsseldorf: Dienstag Kitas und Müllabfuhr, Mittwoch die Rheinbahn

Für Eltern kleiner Kinder gibt es eine Hotline. Abiturienten müssen sicherstellen, dass sie am Mittwoch zu ihren Klausuren erscheinen.

Wie schon vor drei Wochen wird auch heute und morgen der Warnstreik des öffentlichen Dienstes Einschränkungen mit sich bringen. Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde erwartet der stellvertretende Verdi-Geschäftsführer Uwe Foullong zwei Streiktage ähnlichen Ausmaßes wie am 20. und 21. März.

Das bedeutet: Besonders Eltern müssen heute schauen, wo sie ihr Kita-Kind unterbringen. Weder die Stadt noch die Gewerkschaft können im Vorfeld sagen, welche Kitas diesmal bestreikt werden. Eltern müssen sich daher individuell erkundigen. Falls die Kita bestreikt wird, aber keine Notfallgruppe eingerichtet wird, können Eltern sich nach Auskunft des i-Punkts Familie ab acht Uhr morgens an diese Telefon-Hotline wenden: 899 8870.

Die Stadt Düsseldorf bittet, heute die Ämter der Stadt möglichst nicht in Anspruch zu nehmen. Ebenfalls bestreikt werden Stadtentwässerungsbetrieb, Agentur für Arbeit, Jobcenter und Sparkassen. Außerdem bleiben die Bäder geschlossen, ebenso der Wildpark in Grafenberg, das Kundenzentrum der Stadtwerke und die Recyclinghöfe der Awista. Der Müll wird nicht abgeholt. Oper und Schauspielhaus werden bestreikt, es kommt aber voraussichtlich nicht zu Einschränkungen. Patienten der LVR-Klinik können ihre Termine wahrnehmen, auch die Notaufnahme ist geöffnet.

Bereits am heutigen Dienstag endet die U-Bahn-Linie 79 an der Haltestelle Wittlaer, denn die Duisburger Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Am Mittwoch bleiben dann ab drei Uhr früh Bahnen und viele Busse der Rheinbahn in den Depots. Voraussichtlich bedient werden diese Buslinien: O5, O6, O14, O19, SB51, SB56, 730, 746, 751, 770, 771, 785, 831, 834. Infos bekommen Reisende unter www.rheinbahn.de/streik oder kostenpflichtig unter Telefon 0180 6504 030.

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Der Streik des ÖPNV stellt besonders die Abiturienten vor Probleme, denn Mittwoch ist Klausurtag. "Ein Streik setzt die Schulpflicht nicht außer Kraft", sagt Michael Salzwedel, stellvertretender Leiter des Luisen-Gymnasiums in der City. Das betont auch die Bezirksregierung. "Eltern sowie volljährige Schüler sind dafür verantwortlich, dass sie rechtzeitig in der Schule sind. Das gilt in besonderem Maße für Prüfungstage", sagt eine Sprecherin.

Und Schulverwaltungsamtsleiterin Dagmar Wandt ergänzt: "Ein zwei Tage vorher angekündigter Streik ist vorhersehbar und deshalb eben kein Entschuldigungsgrund." Dass Schüler wegen des Streiks der Abiturklausur fernbleiben, hält auch Dorothee Pietzko, Leiterin des Rather Friedrich-Rückert-Gymnasiums, für unnötig. "Die meisten wohnen im Umfeld, haben im Zweifel ein Fahrrad oder finden jemand, der sie ausnahmsweise fährt. Ich gehe davon aus, dass fast erwachsene Menschen am Mittwoch um neun Uhr bei uns sind", sagt sie.

Die Bezirksregierung weist vorsorglich darauf hin, dass der offizielle Nachschreibtermin "für den Fall einer Erkrankung oder für außergewöhnliche, unvorhersehbare Ereignisse reserviert ist". Mehr Infos zum Warnstreik in Düsseldorf und ganz NRW erhalten Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Warnstreik bei der Rheinbahn in Düsseldorf

(RP)
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