Streik 2018 im öffentlichen Dienst am 21.03. - welche Busse fahren?

Öffentlicher Dienst: Das müssen Sie zu den Warnstreiks am Mittwoch wissen

Am Dienstag lag der Schwerpunkt des Warnstreiks im Ruhrgebiet. Am Mittwoch dagegen werden Düsseldorf, Köln und das Bergische Land betroffen sein. Hier lesen Sie, was Sie zu Streiktag 2 in der Region wissen müssen.

Am 10.4.2018 finden weitere Warnstreiks statt. Hier geht es zu unserem Liveblog.

Diejenigen in NRW, die am Dienstag noch vom Streik verschont wurden, müssen sich für Mittwoch auf Probleme einstellen. Am Mittwoch wird in Düsseldorf und Köln der öffentliche Nahverkehr bestreikt.

Auch im Bergischen Land und im Kreis Wesel hat die Gewerkschaft Verdi für einige Städte Aktionen angekündigt. Nachdem am Dienstag 26.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt hätten, sollen es am Mittwoch mehr als 10.000 werden, kündigte ein Verdi-Sprecher an. Hier ein Überblick:

Bei der Rheinbahn soll ganztägig gestreikt werden. "Die Bürger müssen sich darauf einstellen, dass der Nahverkehr komplett lahmgelegt sein wird", sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Stephanie Peifer unserer Redaktion. Die Rheinbahn teilte auf Facebook mit, dass U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Buslinien am Mittwoch nicht fahren werden. Ausgenommen davon seien die Buslinien O5, O6, O14, O19, SB51, SB56, 730 ,746, 751, 770, 771, 785, 831 und 834. Sie führen im gewohnten Takt. Einen Linienplan dieser Busse gibt es hier. Regional- und S-Bahnen sind vom Streik nicht betroffen. Aktuelle Informationen stellt die Rheinbahn auch bei Facebook bereit. Eine Übersicht über Alternativen finden Sie hier.

In Köln werden die städtischen Kitas bestreikt, zum Warnstreik aufgerufen sind außerdem die Beschäftigten der Müllabfuhr (AWB), der städtischen Kliniken, der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter. Bei den Kölner Verkehrsbetrieben KVB wird ganztägig gestreikt. Ab Mittwoch, 3 Uhr, fahren die Stadtbahnen nicht mehr. Lediglich Busfahrten, die von Subunternehmen übernommen werden, werden angeboten. Mit Betriebsbeginn am Donnerstag will die KVB ihren Betrieb wieder planmäßig aufnehmen. Aktuelle Informationen zum Streik gibt es auf der Webseite der KVB.

Wie die Aseag auf ihrer Webseite mitteilt, werden aufgrund des Streiks am Mittwoch keine Busse des Unternehmens fahren. Die Auftragsunternehmen der Aseag seien davon aber nicht betroffen, Busse der Firmen Tec und Arriva würden fahren. Laut Stadt werden auch Kitas bestreikt.

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In Bonn werden die Stadtwerke Bonn (SWB) von Verdi bestreikt. Der normale Linienbetrieb der SWB wird ganztägig eingestellt, Busse und Bahnen fahren erst mit Betriebsbeginn am Donnerstag wieder. Auch die Stadtbahn-Linien 16 und 18, die von den Kölner Verkehrsbetrieben und den Stadtwerken Bonn betrieben werden, sind ganztägig vom Streik betroffen. Weitere Informationen zu den Auswirkungen gibt es hier.

Beim Verkehrsunternehmen Niag sind Vorbereitungen für den Streik getroffen worden. "Durch unsere Tochterunternehmen und Subunternehmer wird ein Grundangebot aufrechterhalten. Ebenso werden alle Fahrten der Taxibusse und Bürgerbusse durchgeführt", teilte die Niag mit. Stephan Kreth, zuständig für den Busbetrieb, glaubt, dass etwa 100 der rund 125 Busfahrer sich am Streik beteiligen werden. Dennoch werde keine Linie komplett ausfallen. Infos gebe es unter www.niag-online.de. Die Gemeinde Schermbeck geht von Auswirkungen für Schüler aus. Mit Ausfällen der Linien SB 18 und SB 28 sei zu rechnen. Schüler, die aus Raesfeld kommen, sowie der Schülerspezialverkehr auf Schermbecker Gebiet sind nicht betroffen.

Die Beschäftigten der Stadt Monheim beteiligen sich ebenfalls an dem Warnstreik.

In Remscheid bleiben alle Fahrzeuge der Stadtwerke von vier Uhr morgens bis zur selben Zeit am nächsten Tag im Depot. Auch die Bäder der Stadt werden bestreikt: Wie Pressesprecherin Rita Henzel mitteilte, wird das H2O in Lennep ebenso wie das Sportbad am Stadtpark am Mittwoch geschlossen sein. Bestreikt werden auch die 20 Kindertageseinrichtungen der Stadt. Allerdings mit unterschiedlichen Auswirkungen. Einen detaillierten Überblick gibt es hier. Zudem fahren die Müllwagen der Technischen Betriebe aller Wahrscheinlichkeit nach nicht raus. Geplant ist, Tonnen und Sperrmüll am Folgetag abzuholen. Auch die Straßenreinigung fällt aus.

In Solingen sind die Beschäftigen der Stadtverwaltung, der Technischen Betriebe Solingen, der Stadtwerke Verkehr und Versorgung, der Agentur für Arbeit zum Warnstreik aufgerufen.

Neben der Rheinschiene werde aber auch der Nahverkehr in Hagen, Ennepetal, Lünen, Unna, im Hochsauerland und in Oberhausen bestreikt. Hinzu kämen in einigen Städten die Kitas, die Müllabfuhr und die Sparkassen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So läuft der Verdi-Warnstreik in NRW

(lsa/hpaw)