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Kö-Bogen: Straßenbahn bleibt

Kö-Bogen : Straßenbahn bleibt

Das Rathaus präsentierte der Bezirksvertretung 1 Details der nächsten Phasen des Projekts. Eine Mehrheit sprach sich für eine Kirschbaum-Allee vor den Libeskind-Bauten aus und begrüßte, dass die Bahnen nicht verlegt werden.

Mehr als 200 Seiten umfassten die Vorlagen, die den Politikern in der Bezirksvertretung (BV) 1 zum Kö-Bogen präsentiert wurden. Auf dem Programm standen: Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung und die Aufstellung des Bebauungsplans zum zweiten Teil des Großprojekts, in dessen Zentrum der geplante Abriss der Hochstraße Tausendfüßler steht. Details zur Gestaltung der Freiräume beim ersten Bauabschnitt (Libeskind-Bauten auf dem Jan-Wellem-Platz). Und ein Umlegungsverfahren für den Fall, dass im Bereich Gustaf-Gründgens-Platz ein Grundstückstausch nötig wird. Zweieinhalb Stunden widmete die BV dem Thema. Die Beigeordneten für Stadtplanung, Gregor Bonin, und Verkehr, Stephan Keller, sowie Planungsamtsleiter Richard Erben standen Rede und Antwort.

Straßenbahn Ausführlich ging Keller auf den Vorschlag der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimatvereine (AGD) ein, nach dem Fall des Tausendfüßlers nicht nur den Autoverkehr in mehrere Tunnel zu legen, sondern auch die Straßenbahnlinien 701, 705 und 715 umzuleiten. Wenn sie zwischen Maximilian-Weyhe-Allee und Tuchtinsel herausgenommen würden, so die AGD, könnten die Hofgartenhälften wirklich vereint werden.

  • Fotos : Der Kö-Bogen mit Kirschbaum-Boulevard
  • Fotos : Die Eröffnung des Kö-Bogen-Pavillons 2011
  • Fotos : Die Gestaltung des Kö-Bogens zum Hofgarten
  • Burger-Brater Hans im Glück hat im
    Gastronomie in Düsseldorf : Burger-Brater hat im Kö-Bogen eröffnet
  • Ein Koch hält einen Hummer. (Symbolbild)
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  • Fritz Keller.
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Nach eingehender Prüfung habe man sich dagegen entschieden, sagte Keller. Es dürfe keine Verschlechterung im Öffentlichen Personennahverkehr geben. Dies stieß auf Zustimmung. Im Schnitt nutzen werktags 28 000 Fahrgäste die Strecke durch den Hofgarten. Am Knotenpunkt Berliner Allee/ Schadowstraße ist täglich mit dem Start der Wehrhahn-Linien mit 4500 Umsteigern zu rechnen. "Diese Straßenbahnstrecke ist die Hauptschlagader der Stadt", so Keller.

Japan-Allee Die Idee von OB Dirk Elbers, vor den Libeskind-Bauten auf der Promenade entlang des Hofgartens japanische Kirschbäume zu pflanzen und damit die enge Beziehung zwischen Düsseldorf und der japanischen Gemeinde zu zeigen, wurde begrüßt. Eine Mehrheit aus CDU und FDP sprach sich für den Vorschlag B aus, eine geschlossene Reihe von Kirschbäumen auf der oberen Promenade. Die SPD kritisierte mehrfach den Kö-Bogen insgesamt als zu teuer und bezeichnete ihn als "Prestigeprojekt" der schwarz-gelben Stadtratsmehrheit. Gisela Groth (SPD) kritisierte, dass es keinen direkten barrierefreien Zugang von der Mitte der Promenade zur Brücke über die Landskrone gibt.

Radverkehr Von der Weyhe-Allee bis zur Steinstraße ist ein neuer Radweg vorgesehen, ebenso auf Kasernenstraße und Breite Straße. "Somit wird eine Lücke in der Innenstadt geschlossen", sagte Keller.

Image-Film Wie im Info-Pavillon auf dem Schadowplatz wurde auch in der BV der neue Film gezeigt. Zu sehen ist die Situation im Jahr 2015 — mit den Libeskind-Bauten und ohne Tausendfüßler. Applaus dafür gab's nur von CDU und FDP.

(RP)