Düsseldorf: Stockumer Gymnasium kann wieder öffnen

Düsseldorf : Stockumer Gymnasium kann wieder öffnen

Das Obergeschoss des Max-Planck-Gymnasiums bleibt wegen Sturmschäden gesperrt. Die Stadt warnt vor dem Betreten der Wälder.

Die gute Nachricht für die Zwölftklässler kam gestern Nachmittag: Ihre Zwischenzeugnisse, die sie eigentlich gestern hätten bekommen sollen, werden am Montag übergeben. Die Stadt hat die Sperrung des Max-Planck-Gymnasiums aufgehoben. Nur das letzte Obergeschoss des Gebäudeteiles A und die Aula des Gymnasiums können bis auf weiteres nicht genutzt werden. Schuldezernent Burkhard Hintzsche dankte allen Beteiligten, die mit großen Anstrengungen die schnelle Wiederaufnahme des Betriebs ermöglicht hätten.

An der Heinrichstraße ist schon wieder Platz für neue Bäume: Hier wurde gestern schon gefällt, gesägt und abgeräumt. Foto: Anne Orthen

Im Gebäude A können die Räume für die Naturwissenschaft und die Verwaltung teilweise nicht genutzt werden. "Wir müssen umstrukturieren und schauen, wo wir den Unterricht stattfinden lassen", sagt Schulleiterin Corinna Lowin. Sie war am Donnerstag noch mit Kollegen im Schulgebäude, als gegen 11 Uhr Orkantief Friederike das Dach herunterriss. "Ich habe das erst gar nicht wahrhaben wollen. Letztendlich hat aber bei mir die Erleichterung überwogen, dass keine Schüler mehr in der Schule und damit in Gefahr waren." Denn um 10 Uhr hatte Lowin den Unterricht für beendet erklärt und, nachdem alle Eltern ihr Einverständnis abgegeben hatten, die Schüler nach Hause geschickt. Noch gestern Morgen hatte die Schulleiterin befürchtet, dass auch am Montag der Unterricht ausfallen müsse.

Große Teile des Schuldachs lagen gestern noch im Hof des Max-Planck-Gymnasiums. Der Schutt ist inzwischen beiseite geräumt und soll noch im Lauf des Wochenendes abgeholt werden. Das Obergeschoss der Schule wird vorerst nicht genutzt. Foto: Andreas Bretz

Fast genau 24 Stunden nach den ersten Orkanböen hat die Feuerwehr gestern ihren Sturmeinsatz abgeschlossen. 369 Kräfte der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr haben in dieser Zeit 659 sturmbedingte Schäden beseitigt oder zumindest soweit gesichert, dass sie von Privatfirmen übernommen werden konnten. Am aufwendigsten gestaltete sich die Sicherung eines eingestürzten Kamins an der Rethelstraße. Bis tief in die Nacht musste der von Feuerwehrleuten abgetragen werden. Anwohner versorgten die Helfer mit einem nächtlichen Imbiss und mit Kaffee.

Vollständig beseitigt sind die Spuren des Sturms allerdings noch nicht. Die Stadt warnt vor dem Betreten der Wälder und Parks, weil die Gefahr brechender Äste weiter besteht. Der Wildpark in Grafenberg und der Benrather Schlosspark bleiben ohnehin gesperrt.

Die am Donnerstag geschlossenen Friedhöfe werden nach einer Begehung durchs Gartenamt nach und nach wieder freigegeben. Bereits gestern konnten aber alle geplanten Beisetzungen stattfinden.

Ausgewirkt hat sich der Sturm auch auf die Kfz-Zulassungsstelle und die Bürgerbüros. Die wurden zwar nicht beschädigt, aber weil viele Mitarbeiter wegen der Einschränkungen im Öffentlichen Nahverkehr spät oder gar nicht zum Dienst kamen, gerieten die Terminpläne durcheinander. Bis Montag hofft die Stadt auf Normalisierung.

Weil vor allem die Bahn gestern Morgen noch Probleme hatte, waren viele Nutzer aufs Auto umgestiegen, was in der Stadt für teils erhebliche Staus sorgte. Die Rheinbahn war im Lauf des Tages wieder weitgehend im Fahrplan unterwegs.

(RP)