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Düsseldorf: Sternsinger starten in die Sammel-Saison

Düsseldorf : Sternsinger starten in die Sammel-Saison

Es herrscht geschäftiges Treiben im Kostüm-Fundus der St. Martin Kirchengemeinde. 16 Kinder beeilen sich, vor der Sonntagsmesse noch schnell ein schönes Sternsinger-Gewand zusammenzustellen. Ein grüner Mantel, darüber ein kurzes goldfarbenes Cape und ein blauer orientalischer Hut – so sieht die Kleidung der siebenjährigen Katharina für die kommenden drei Tage aus.

Es herrscht geschäftiges Treiben im Kostüm-Fundus der St. Martin Kirchengemeinde. 16 Kinder beeilen sich, vor der Sonntagsmesse noch schnell ein schönes Sternsinger-Gewand zusammenzustellen. Ein grüner Mantel, darüber ein kurzes goldfarbenes Cape und ein blauer orientalischer Hut — so sieht die Kleidung der siebenjährigen Katharina für die kommenden drei Tage aus.

Ab heute zieht sie als Melchior mit Caspar und Balthasar durch die Stadt. Dann segnen sie die Häuser mit den drei Buchstaben C, M und B, die "Christus mansionem benedicat", zu deutsch: "Christus segne dieses Haus" bedeuten. Dafür spenden die Bewohner ein paar Euro. Knapp 40 Millionen Euro kamen so im vergangenen Jahr bundesweit zusammen. Das Geld wird für verschiedene Projekte in Dritte-Welt-Ländern verwendet.

Träger der bundesweiten Aktion "Dreikönigssingen" sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Sie legen jährlich ein Land fest, für das beispielhaft gespendet wird. Das ist dieses Jahr der Senegal.

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Bei der Sonntagsmesse in der St. Martin-Kirche bereiteten sich die Kinder im Alter von sieben bis 15 auf ihre Aufgabe vor. Gemeinsam mit etwa 200 Kirchenbesuchern sangen sie Lieder und beteten. Einige Kinder trugen ein paar Zeilen über die Lebensumstände der Afrikaner vor. "Phillipa muss jeden Tag einen Kilometer laufen, um Wasser zu holen", so Katharina. Von den Spendengeldern soll etwa im Senegal ein neuer Brunnen errichtet werden.

"Ich finde es gut, dass wir für die Kinder sammeln, denen es nicht so gut geht", erklärte die Siebenjährige. Anschließend segnete Pastor Wolfgang Härtel die Kreide, mit der das Segenszeichen auf die Häuserwand aufgetragen wird. "Der Trend geht allerdings zum Aufkleber", fügte Gemeindeassistent Johannsen hinzu. Weil auf vielen Häuserwänden die helle Kreide nicht gut zu sehen sei, gebe es seit einigen Jahren schwarze Aufkleber mit weißer Schrift.

Um Besuch von den Sternsingern zu bekommen, muss man sich bei der Kirche in eine Liste eintragen. "Jedes Jahr kommen neue Haushalte hinzu", weiß Johannsen. Der steigenden Nachfrage steht allerdings eine etwa gleich bleibende Anzahl von Kindern entgegen. "Besser wäre es, nicht über drei Tage hinweg die Häuser zu besuchen", sagt der Gemeindeassistent, "sondern nur an einem Tag und dafür mit mehr Gruppen." Der Höhepunkt der Aktion ist für die Kinder immer das Sternsingen im Landtag.

(RP)