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Volksbühne feierte 60. Geburtstag: Ständchen mit Sander

Volksbühne feierte 60. Geburtstag : Ständchen mit Sander

Düsseldorf (RP). Mit einem Festakt im Schauspielhaus feierte die Volksbühne ihre Gründung vor 60 Jahren in Düsseldorf. Rund 700 Gäste gratulierten auch Amélie Niermeyer. Die Generalintendantin des Schauspielhauses hatte ebenfalls Geburtstag. Höhepunkt war der Auftritt von Otto "The Voice" Sander, tragende Stimme der Volksbühne, in deren Telefon-Warteschleife er Märchen vorliest.

Eigentlich galt der Festakt am Samstag dem 60. Geburtstag der Volksbühne. Im nahezu voll besetzten Schauspielhaus würdigte Generalintendantin Amélie Niermeyer die Bedeutung der drittgrößten Besucher-Organisation nach Berlin und München: "Wir sind stolz auf die 12000 Düsseldorfer Mitglieder und glücklich über diesen starken Partner. Die Volksbühne nimmt ihren Bildungsauftrag wahr und stellt sich mit sperrigen Stücken auch den Herausforderungen des Gegenwartstheaters."

Dann lüftete Joseph Kruse ein Geheimnis. Der begnadete Redner, Leiter des Heine-Instituts und Vorsitzende der Düsseldorfer Volksbühne, schwenkte einen Blumenstrauß und stimmte ein Ständchen für Amélie Niermeyer an. Auch sie habe heute Geburtstag, sei allerdings deutlich jünger als die Volksbühne: "Wir könnten ihre Eltern sein, das würde uns gegenseitig zum Ruhme gereichen." Er lobte ihre geballte Energie und Kreativität, schickte sie mit "Abgang Generalintendantin" von der Bühne und begrüßte Ehrengäste wie die Ratsmitglieder Marit von Ahlefeld und Friedrich Conzen, Ex-Oberbürgermeisterin Marlies Smeets, Fritz Behrens, Kulturausschuss-Vorsitzender im Landtag, Tonhallen-Intendantin Vera van Hazebrouck, Rheinopern-Intendant Tobias Richter, die "kollegialen Mitstreiter der Theatergemeinde", Heike Spieß und Wolfgang Kamper, das "wunderbare Team" um Volksbühnen-Chef Stefan Jürging. Und pries Friederike Wilms, "die Grande Dame und langjährige Vorsitzende unserer Vereinigung, unsere Königin mit Herz und Verstand". Warum er einen noblen Stock mit sich führe? "Er symbolisiert Halt und Stütze. Die geben wir, aber die brauchen wir auch."

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Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe wies in seinen Glückwünsche auf die 42 der Volksbühne angegliederten Spielstätten hin und warnte vor der Übermacht des Fernsehens, der man entgegensteuern müsse. Schauspieler des Ensembles überbrachten mit "sechs Songs aus sechs Jahrzehnten" (von Zarah Leander bis Herbert Grönemeyer) das erste kulturelle Geschenk, die Rheinoper mit Sopranistin Sylvia Hamvasi, Tenor Andrej Dunaev und Pianistin Dagmar Thelen das zweite.

Höhepunkt war der Auftritt von Otto "The Voice" Sander, tragende Stimme der Volksbühne, in deren Telefon-Warteschleife er Märchen vorliest. Mit Inbrunst trug der Schauspieler Gedichte und Prosa von Heinrich Heine vor. Und verriet: "Ich habe hier in Düsseldorf angefangen. In den Kammerspielen, irgendwo dahinten bei der Brücke. Deswegen bin ich heute auch hier."