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Geschäftsbericht vorgelegt: Stadtwerke wollen mehr als 80 Millionen Euro investieren

Geschäftsbericht vorgelegt : Stadtwerke wollen mehr als 80 Millionen Euro investieren

Das Unternehmen verkaufte 2017 weniger Gas, aber mehr Strom und Fernwärme. Die Zahl der „Eddys“ soll bis Jahresende weiter steigen.

Die Stadtwerke Düsseldorf haben den Absatz von Strom und Fernwärme im vergangenen Jahr gesteigert, allerdings deutlich weniger Gas verkauft als noch 2016. Da waren es noch 10.461 Millionen Kilowattstunden gewesen, im vergangenen Jahr dann 9262 Millionen. Das bedeutete auch 10,4 Prozent weniger Umsatz in diesem Bereich. Der Stromverkauf zog unterdessen von 22.915 auf 24.133 Millionen Kilowattstunden an, bei der Fernwärme gab es ein kleines Plus von 1272 auf 1282 Millionen. Unter dem Strich stand für das Unternehmen ein Umsatz knapp unter dem Vorjahresniveau von 1,99 Milliarden Euro (2016: 2,04 Milliarden), der Jahresüberschuss stieg auch dank Sondereffekten auf 89,8 Millionen Euro.

„Insgesamt sind wir mit dem Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres sehr zufrieden“, sagte Finanz-Vorstand Hans-Günther Meier. Eine solide Bilanzstruktur schaffe die Basis für Investitionen in das Bestandsgeschäft und in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Nachdem 2017 mehr als 60 Millionen Euro investiert wurden, sollen es im laufenden Jahr nun mehr als 80 Millionen werden. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir bei einem sich dramatisch verändernden Marktumfeld (...) vor großen Herausforderungen stehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, Udo Brockmeier. Kern der Strategie ist demnach eine „konsequente Positionierung der Stadtwerke Düsseldorf als Infrastrukturentwickler und -dienstleister im urbanen Raum“.

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Als zunehmend bedeutsam betrachten die Stadtwerke die so genannte Sektorenkopplung – also die Verbindung der Bereiche Strom, Wärme und Verkehr. Damit werden auch Kooperationsprojekte wichtig, wie etwa das im August 2017 gestartete E-Roller-Verleihsystem „Eddy“, das die Sektoren (Öko-)Strom und Verkehr verbindet. Die Zahl der grasgrünen Roller soll laut Geschäftsbericht dieses Jahr von aktuell 300 auf 500 wachsen. Weitere Mobilitätsprojekte sollen folgen und etwa den Nahverkehr mit Sharing-Angeboten für Autos und Zweiräder verzahnen.

Gleichzeitig solle aber auch das Kerngeschäft gesichert und optimiert werden, wie das Unternehmen betonte. Die Absatzzahlen bei Strom und Fernwärme zeigten, dass man auch im klassischen Geschäft erfolgreich sein könne, so Vertriebsvorstand Manfred Abrahams. „Ein wichtiger Faktor dabei ist die hohe Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden.“ 

Die Zahl der Mitarbeiter sank unterdessen von 1548 (Jahresende 2016) auf 1209. Damit verringerten sich auch die Personalkosten von 124 auf 102 Millionen Euro.