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Düsseldorf soll Modellregion für Energiewende werden: Stadtwerke: Kunde ist Partner

Düsseldorf soll Modellregion für Energiewende werden : Stadtwerke: Kunde ist Partner

Der Energieversorger will zusammen mit Partnern Düsseldorf zu einer Modellregion für die Energiewende machen. Das neue Kraftwerk und der Ausbau der Fernwärme gehören dazu. Für 2012 sind keine Preiserhöhungen geplant.

Die Stadtwerke wollen mehr sein als ein Lieferant von Strom und Gas, sie wollen Partner der Kunden werden und sich nach ihren Wünschen und Vorstellungen richten. So umschrieb der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke-AG, Udo Brockmeier, bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes die Strategie des Energiekonzerns.

Der Kunde werde selbstbewusster, lege mehr Wert auf umweltfreundliche Energie-Erzeugung und produziere etwa mit Photovoltaik-Anlagen selbst Strom. "Darauf werden wir mit unseren Angeboten eingehen", sagte Brockmeier. Dazu gehört die Beratung für Minikraftwerke im Haus, für Wärmepumpen und Solar-Anlagen.

Mit einer maßgeschneiderten Konzeption soll Düsseldorf zu einer Modellregion für die Energiewende an Wirtschaftsstandorten werden. "Zusammen mit Partnern wollen wir erreichen, dass die CO2-Emmissionen drastisch gesenkt werden", sagte Brockmeier. Ein Baustein für dieses Konzept ist das geplante hocheffiziente Gas- und Dampfturbinen Kraftwerk (GuD) auf der Lausward.

Das Ausschreibungsverfahren für die neue Anlage sei Mitte des Jahres wahrscheinlich beendet. Das Kraftwerk werde sich rechnen, weil der Standort sehr günstig sei. Strom könne direkt in das dezentrale 110-KV-Netz eingespeist, die Abwärme der Turbinen für Fernwärme genutzt werde, so dass der Wirkungsgrad bei 85 Prozent liege. "Für die Fernwärme wird bereits das linksrheinische Düsseldorf als Absatzgebiet erschlossen, der Vodafone-Campus oder das Wohnviertel Heine-Gärten wird mit Fernwärme versorgt, die als Abfallprodukt der Stromerzeugung keine C02-Emmission verursacht und damit als regenerative Energie eingestuft wird", so Brockmeier.

Auch auf die Wünsche der Kunden, umweltfreundliche Energie zu beziehen, reagieren die Stadtwerke. Ihre Tochter Grünwerke investiert intensiv in Windkraft und Photovoltaik. "Ein Beispiel ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Düsseldorfer Flughafen, die bis zu zwei Megawatt Strom erzeugen kann", sagte Brockmeier. Weitere Windparks und ein Pumpspeicher-Kraftwerk in der Region seien in Planung. Insgesamt sollen "bis zum Jahr 1,5 Milliarden Euro investiert werden, um Voraussetzungen für neue Angebote und Wachs", so Brockmeier.

Kunden sind von Investitionen unberührt: "In 2012 sind keine Preiserhöhungen vorgesehen", sagte Brockmeier. Dass der Kurs der Stadtwerke richtig ist, sieht Vertriebsvorstand Uwe Benkendorff durch die Kundenzahlen bestätigt: "Sie sind leicht gestiegen."

(bro)