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Unterbilk: Zweiter Bücherschrank eröffnet

Unterbilk : Zweiter Bücherschrank eröffnet

Birgit Schedantzkes Augen glänzen nicht ohne Grund. Denn mit der Eröffnung des öffentlichen Bücherschrankes auf dem Friedensplätzchen in Unterbilk erfüllt sich ein großer Traum für sie. Als Mitglied der Anwohnerinitiative wollte sie schon sehr lange, dass auf dem Friedensplätzchen ein solcher Schrank aufgestellt wird. Nun ist ihre Idee Wirklichkeit geworden.

Doch eigentlich sei ihre Idee eine Erfindung aus der Nachbarschaft, wie sie zugibt. "Die Bücherschränke habe ich in Bonn kennen gelernt und fand sie richtig klasse. Bücher tauschen ist besser, als sie einfach nur zu Hause im Regal stehen zu haben."

Idee aus der Nachbarschaft

Schnell war ihr klar: Ein solcher Schrank muss auch nach Unterbilk in ihre Nachbarschaft und sie machte sich an die Planung. "Wir überlegten schon, wer so etwas bauen kann", erzählt sie. Als die Stadt die Eröffnung des ersten öffentlichen Bücherschrankes am Mannesmannufer ankündigte, war Birgit Schedantzke überrascht. Damit hatte sie nicht gerechnet.

"Wir hatten schon Angst, dass wir uns nun gar nicht mehr um einen Bücherschrank in Unterbilk bemühen brauchen", sagt Schedantzke. Doch sie ließ nicht locker und nutzte die Eröffnung des ersten Bücherschrankes als Chance, um für den weiteren Bücherschrank in Unterbilk zu werben. "Bei der Eröffnung am Mannesmannufer ist sofort der Kontakt hergestellt worden", daran erinnert sich Maren Jungclaus vom Literaturbüro noch genau.

Schnell wurden sich Literaturbüro, Anwohnerinitiative, Stadt und Bezirksvertretung über die Finanzierung einig. Wenig später wurde der Architekt und Künstler Hans-Jürgen Greve mit dem Bau des Schrankes beauftragt. Der gebürtige Sauerländer wohnte früher in Unterbilk und baute bundesweit bereits 38 solcher speziellen Schränke.

Die Bürger freuen sich nun über den neuen Literaturschrank und nutzten ihn nach der Eröffnung emsig, allen voran Dr. Susanne Schwabach-Albrecht (CDU) vom Kulturausschuss. "Düsseldorf hinkt noch immer hinter Köln und Bonn hinterher", sagt sie. "Das wird nun ausgeglichen."

Zwei weitere Schränke werden in den nächsten Wochen der Öffentlichkeit übergeben: der erste am 28. April auf dem Schillerplatz in Pempelfort und der zweite am 12. Mai auf dem Gerrikusplatz in Gerresheim.

(RP)