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Gerresheim: Zentrum plus will mehr Nachbarschaft

Gerresheim : Zentrum plus will mehr Nachbarschaft

Seit fünf Jahren hat die Einrichtung ihre Räume bezogen. Bei der Feier dazu warb sie nun für mehr gegenseitige Hilfe.

Als sie vor einigen Jahren in den Ruhestand ging, war das für Uschi Bücker, als falle sie in ein tiefes Loch. "Man weiß dann gar nicht mehr, was man mit sich anfangen soll", sagt sie. Um neue Aufgaben und Herausforderungen zu finden, begann die heute 72-Jährige deshalb, sich im "Zentrum plus" der Düsseldorfer Diakonie im Stadtteil zu engagieren und sagt: "Das Zentrum plus hat mich aufgefangen."

Wie wichtig das Zentrum plus für die Senioren im Stadtteil ist und welche Angebote es gibt, darüber informierte das Zentrum jetzt auch bei seiner Feier zum fünfjährigen Bestehen in den Räumlichkeiten Am Wallgraben: "Wir sind hier für viele Menschen ein wichtiger Ort und ermöglichen ihnen, ihre Ideen umzusetzen, oder helfen, wenn es Probleme gibt", sagt Petra Wienß, Leiterin des Zentrums plus.

Dieses hat sich seit seiner Gründung vor sechs Jahren besonders auf die Bereiche "Demenz", "Armut im Alter" und "Kultur" fokussiert und bietet für alle drei Bereiche Veranstaltungen an. "Das ist für Gerresheim auch wichtig, weil der demografische Wandel hier im Viertel bereits weit fortgeschritten ist", so Wienß. Insgesamt ein Drittel der Einwohner sei bereits im Rentenalter.

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Besonders wichtig ist es Wienß dabei, den Stadtteil selbst und die Nachbarschaft in das Programm des Zentrums miteinzubeziehen. "Das Thema, das eigentlich hinter all unseren Aktionen und Veranstaltungen steht, ist ein Zusammengehörigkeits-Gefühl bei unseren Besuchern zu schaffen", sagt Wienß. Das Zentrum wolle nicht nur ein Angebot bieten, sondern sich mit dem gesamten Stadtteil vernetzen. Seit anderthalb Jahren beschäftigt sich daher die Gruppe "Gerresheim lebt Nachbarschaft" mit Themen wie dem Heimat-Gefühl oder der Geschichte des Stadtteils. Die Ergebnisse aus dieser Zusammenarbeit wurden ebenfalls bei der Feier zum fünfjährigen Bestehen vorgestellt. Mit dabei war auch Uschi Bücker. Dass es im Zentrum vor allem um die Gemeinschaft und das Miteinander geht, ist für sie vorrangig: "Wir sind kein geschlossener Verein, sondern jeder kann hier teilhaben und mitmachen. Dadurch bleibt man aktiv, und das ist schließlich die Voraussetzung, um nicht wehleidig zu werden." Und wenn einmal ein Mitglied der Gruppe erkrankt, besuchen sich die Senioren gegenseitig und spenden Trost.

Genau diese gegenseitige Unterstützung möchte Petra Wienß nun auch weiter fördern, und zwar in der Hilfe für Demenz-Erkrankte: "Wir wollen das Thema Demenz zu einem Thema für den gesamten Stadtteil machen, so dass sich alle Einwohner mitverantwortlich fühlen", erklärt Wienß. Wenn sich beispielsweise ein Demenzkranker im Stadtteil verlaufe, könnten die Bürger diesem helfen.

Und noch etwas wünschen sich Wienß und ihr Team für die Zukunft: einen neuen Bundesfreiwilligen-Dienstler zur Unterstützung.

(lai)