Eller : Zahl der Einbrüche steigt

Vertreter der Polizei gaben im Eller Rathaus besorgten Bürgern Tipps, wie sie sich am besten vor Einbrechern schützen können. Die Kriminalitätsstatistik wird in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung vorgestellt.

Sie kommen im Schutz der Dämmerung, huschen durch Gärten, hebeln Türen auf, hinterlassen Unordnung. "Vor Einbrüchen ist niemand sicher", warnt Dieter Töpfer, Leiter des Einbruchsdezernats. Deshalb gab er mit seinen Kollegen Wilhelm Nüsken und Manfred Woyke besorgten Bürgern aus dem Stadtteil praktische Tipps, die eigene Wohnung sicher zu machen. Denn mehr als 3000 Wohnungseinbrüche gab es im vergangenen Jahr in Düsseldorf. Anlass für die CDU im Stadtbezirk 8, gemeinsam mit der Polizei über aktuelle Entwicklungen zu informieren und Tipps für die Vorbeugung zu geben. "Die wichtigste Strategie gegen Einbrüche ist mehr Wachsamkeit", erläuterte CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Rütz. Er forderte eine 'Hinguck-Kultur'. Bürger sollten ein Auge auf verdächtige Personen in Treppenhäusern und auf Grundstücken werfen, diese ansprechen und Nachbarn oder die Polizei informieren.

Wilhelm Nüsken von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle (Prävention) erklärt dazu: "Das Handeln der Einbrecher löst bei möglichen Zeugen selten Alarm aus, weil sie beispielsweise denken, da arbeitet noch jemand im Garten." In vielen Fällen sind die Täter laut Polizei Auswärtige, häufig aus dem südosteuropäischen Raum. Oft seien es "reisende Gruppierungen", die vom Ausland aus koordiniert werden, so Nüsken. Häufig seien es auch Mädchen, die im Auftrag ihrer Familien handeln.

Ein weiterer Trend, den die Beamten festgestellt haben: Jugendliche schließen sich in lockeren Gruppen zusammen, um gemeinsam in ihrem Stadtteil in Wohnungen und Autos einzubrechen.

Dabei könne man mit einfachen Tricks seine Wohnung sicherer machen. "Beispielsweise kann man ein Schloss am Fenster anbringen oder auch die Eingangstür mit einem weiteren Schloss sicherer machen", erklärt Nüsken und demonstrierte kurzerhand auch mal ganz praxisnah, wie einfach ein normales Fenster aufzubrechen ist. Viele Bürger wollten wissen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie etwas Verdächtiges sehen. "Wir sind ganz klar auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen", sagt Manfred Woyke. "Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig anrufen." Die Veranstaltung im Rathaus Eller bezeichnete CDU-Pressesprecher Christoph Schultz als Erfolg. "Die anwesenden Bürger haben gute Tipps erhalten, wie sich Türen und Fenster besser gegen Einbrüche sichern lassen. Auch hat die Polizei zu den Hintergründen, insbesondere den internationalen Tätergruppen, bei der Wohnungseinbruchskriminalität aufgeklärt", so die beiden Politiker. "Wir haben mit der Sicherheitskonferenz einen Beitrag zur Sensibilisierung für das wichtige Thema der Sicherheit in Düsseldorf geleistet", so Schultz.

(cwo)