Bilk: Wohnanlage trotz Kritik genehmigt

Bilk : Wohnanlage trotz Kritik genehmigt

Die Bezirksvertretung 3 stimmte Neubau an der Himmelgeister Straße zu.

Selten ist ein Bauprojekt von der Bezirksvertretung 3 so einhellig abgelehnt worden wie in der März-Sitzung der Plan eines Investors für eine Wohnanlage an der Himmelgeister Straße. Der vier- bis fünfgeschossige Komplex in Uni-Nähe soll 178 Wohnungen umfassen, und diese jeweils 20 bis maximal 50 Quadratmeter groß sein. Das würde den Neubau vor allem als Studentenwohnheim qualifizieren. Der Investor hat offenbar aber auch berufstätige Singles als künftige Mieter im Blick.

Die Bezirksvertreter störten sich im März vor allem an Optik und Zuschnitt der Wohnanlage. Von "Massentierhaltung" und "Legebatterie" war damals unter anderem die Rede. Und von Angsträumen, die in den langen Fluren des Komplexes für die künftigen Bewohner entstehen könnten. Die Kritik am Projekt ging durch alle Fraktionen, die den Bauantrag erst kurz vor Sitzungsbeginn erhalten hatten. Bemängelt wurde des Weiteren, dass 178 Stellplätze vorgesehen seien.

Ein Parkplatz pro Wohnung, so die BV-Miglieder einhellig, das sei heutzutage zu üppig bemessen. Zwischenzeitig gab es dann Gespräche zwischen dem Investor und der Bauaufsicht sowie überdies mit dem Kriminalpräventiven Rat. Das Ergebnis wurde nun in der jüngsten Sitzung der BV 3 vorgestellt. Eine bessere optische Präsentation des Projektes konnte diesmal die BV-Mitglieder davon überzeugen, dass in dem langgezogenen Gebäude nicht zwangsweise auch Angsträume entstehen müssen.

Und die Polizei hat im Sinne der Gefahrenabwehr bewirken können, dass eine zu hohe Bepflanzung um das Gebäude im Sinne einer Vermeidung von "dunklen Ecken" unterbleibt. Das Ergebnis der neuerlichen Präsentation war grünes Licht für den Wohnkomplex an der Himmelgeister Straße.

(ch)
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