Schützenplatz in Wittlaer wird gesperrt und ein Verkehrschaos wird befürchtet

Schulwegsicherheit : Der Schützenplatz in Wittlaer soll gesperrt werden

Befürchtet wird dadurch ein Verkehrschaos und die Gefährdung von Kindern auf ihrem Schulweg.

Das Liegenschaftsamt der Stadt Düsseldorf hat angekündigt, ab August den Wittlaerer Schützenplatz, der der Franz-Vaahsen-Grundschule vorgelagert ist, zu sperren. Lediglich im vorderen Bereich soll noch der Schulbus halten und wenden dürfen. Die Mitglieder der Bezirksvertretung 5 befürchten dadurch ein Verkehrschaos in den umliegenden Straßen und suchen nach Möglichkeiten, die Sperrung zu verhindern.

Das Problem ist, dass der große Platz eigentlich keine öffentliche Verkehrsfläche und größtenteils unbefestigt ist. Bislang wurde aber geduldet, dass die Fahrzeuge, mit denen Eltern ihre Kinder zu der Franz-Vaahsen-Grundschule bringen, das Areal befahren durften. Damit sollte ein geordnetes An- und Abfahren ermöglicht und Konflikte zwischen Autos und Schulbus vermieden werden. Bei Sportveranstaltungen auf der benachbarten Sportanlage wird der Platz zudem als Parkplatz genutzt, da die wenigen Stellplätze am Grenzweg in der Regel nicht ausreichen.

Die Verwaltung will den Platz nun aus wasserrechtlichen Gründen sperren, sieht diese Sperrung als unumgänglich an, da sich das Areal in einer Wasserschutzzone befindet. Alternativ hat sie bereits nach einem Ortstermin im Sommer mit den Bezirkspolitikern auf deren Wunsch hin einen Ausbau des Platzes geprüft. Da dieser dann aber auch entwässert werden müsste, dafür neue Kanäle und ein Regenrückhaltebecken benötigt würden, belaufen sich dafür die Kosten auf insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. „Es stehen derzeit keine finanziellen Mittel für diese Maßnahme zur Verfügung“, sagt die Verwaltung.

„Die Folgen einer Sperrung wären fatal. Die Autos werden dann an der ohnehin überlasteten Bockumer Straße halten, um die Kinder aussteigen zu lassen und dann auf der Straße drehen“, sagt Norbert Biermann (CDU). Er befürchtet dadurch eine Gefährdung der Schüler. Das sieht Swantje Pütz, Vorsitzende der Schulpflegschaft, genauso: „Die Schließung wäre für die gesamte Schulgemeinschaft eine absolute Katastrophe, da viele zusätzliche Gefahrensituationen auf dem Schulweg entstehen. Und das alles, nachdem wir als Schule mit Unterstützung von Eltern und Lokalpolitikern so viel in Sachen Schulwegsicherheit erreicht haben.“ Das ist auch die Meinung aller Parteien in der Bezirksvertretung 5, die sich deshalb einem Antrag der CDU angeschlossen haben, um als interfraktioneller Zusammenschluss mehr Gewichtung zu erreichen.

Gefordert wird, dass der Schützenplatz zumindest teilweise so hergerichtet wird, dass er weiter befahren werden kann und es dort auch Parkmöglichkeiten gibt. „Was nützt eine Halle, die als Sport- und Versammlungshalle konzipiert ist, aber nicht über die erforderliche weitere Infrastruktur, nämlich Anfahrt- und Parkmöglichkeiten, verfügt“, sagt Ratsherr Andreas Auler (CDU). Er fordert nun eine vernünftige Kostenberechnung, um zu sehen, ob die Befestigung des Platzes nicht doch preiswerter geht.

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