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Schützen aus Düsseldorf Wittlaer kochen Suppe für den guten Zweck

Schützen aus Wittlaer : 360 Liter Erbsensuppe für den guten Zweck

Eigentlich verkauften die St. Sebastianus Schützen auf ihrem Schützenfest traditionelle Erbsensuppe und spenden den Erlös an eine wohltätige Einrichtung. Da das Fest in diesem Jahr ausfällt, wurde Suppe zum Mitnehmen angeboten.

(tino) Nein, ein Ersatz für das coronabedingt ausgefallene Schützenfest der St. Sebastianus Bruderschaft Wittlaer 1431 war die Koch-Aktion nicht. „Aber es hat Spaß gemacht, obwohl es auch viel Arbeit war“, meint Kaspar Hilger. Er wird liebevoll als „Suppen-Kaspar“ bezeichnet, ist er doch der „Hüter des Erbsensuppe-Geheimrezeptes“, dessen Umsetzung alljährlich auf dem Schützenfest in Wittlaer zu Verzückungen führt.

Die Gewinne aus dem Suppenverkauf spendet die Remigius Kompanie, die für die Köstlichkeit verantwortlich ist, alljährlich für einen guten Zweck. „Wir hatten den diesjährigen Überschuss bereits dem Demenz-Café der Kaiserswerther Diakonie versprochen“, gesteht Remigius-Schüze Thomas Hundgeburt. „Aber woher sollten wir Geld nehmen, wo unsere Einnahmequelle beim Schützenfest weggefallen ist?“ Da kam die Idee auf, trotzdem selbstgemachte Suppe, diesmal in Dosen, zu verkaufen. „Allerdings nur gegen Vorbestellung“, so Hilger. „Wir haben damit gerechnet, dass wir mehr Vorbestellungen haben werden, als wir Portionen auf dem Schützenfest verkaufen, aber dass es doppelt so viele sein werden, das hat uns überrascht.“ So mussten also 60 Kilo Erbsen, 50 Kilo Fleisch, 20 Kilo Möhren, zehn Kilo Suppengrün und die Feldküche der Feuerwehr auf den Hof von Karl Rademacher gebracht werden, um 360 Liter Erbsensuppe zu kochen und in 420 Dosen abzufüllen.

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Die geheime Zutat, durch die die „Ähzezupp“ so heimatlich-köstlich schmeckt, wird nicht verraten. „Liebe gehört dazu“, meint Hundgeburt verschmitzt lächelnd.

Seit heute können bei Bauer Peters die bestellten „St. Remigius-Suppen“ abgeholt werden. „Wir haben auch einige Bestellungen von Menschen, die die Suppe nicht mehr selber abholen können. Bei denen bringen wir die Dosen selbstverständlich vorbei“, so Hilger. Nach Abzug aller Kosten, allein die Dosen haben 300 Euro gekostet, rechnet die Remigius Kompanie damit, dass dem Demenz Café ein vierstelliger Betrag überreicht werden kann.