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Wittlaer: Ein Heimatbuch mit vielen Geschichten

Wittlaer : Ein Heimatbuch mit vielen Geschichten

Das neue Heimat-Jahrbuch für Wittlaer ist erschienen. Das Werk ist reich bebildert und beschäftigt sich auch mit Themen aus den Nachbarorten. Nach Weihnachten wird schon wieder mit der nächsten Ausgabe begonnen.

Immer zum Ende eines Jahres erscheint ein Band der Reihe "Heimat-Jahrbuch Wittlaer". In diesem Jahr entstand wieder unter der Redaktion von Bruno Bauer bereits die 35. Ausgabe, die wie immer reich bebildert ist. Sie enthält auf 256 Seiten zahlreiche Beiträge zur Geschichte und zu aktuellen Ereignissen in und um Wittlaer, aber auch Berichte zu kulturellen Themen, Anekdoten und Kindheitserinnerungen. Geschrieben wurden diese vom Redakteur Bauer, Mitgliedern des Heimat- und Kulturkreises, der der Herausgeber des Buches ist, und von Gastautoren.

"Oft kommen Bürger auf uns zu und bieten Material an oder wollen etwas für uns schreiben. Uns gehen also noch lange nicht die Ideen aus", sagt Bauer. Zumal man sich bei der Themenauswahl auch nicht nur auf den Stadtteil Wittlaer beschränkt, sondern auch noch die anderen Orte des Bezirks einbezieht. "Wir sind ja schließlich historisch mit Kaiserswerth verbunden. Es bestehen viele familiäre Verbindungen zu den anderen Orten, in denen auch überall die Autoren leben, und außerdem haben wir auch noch Anzeigenkunden in allen Stadtteilen", sagt Bauer. Wie auch die anderen Autoren arbeitet er ehrenamtlich für das Werk. Und das eigentlich das ganze Jahr über.

"Im Moment sortiere ich das Material zurück, das ich für den aktuellen Band erhalten habe. Und nach Weihnachten beginnt dann bereits wieder die Arbeit für die nächste Ausgabe", sagt Bauer. Die Bücher erscheinen in der Regel in einer Auflage von 800 Stück. Um das Wissen über Wittlaer und Umgebung auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden davon rund 100 Exemplare verschenkt. Sie gehen unter anderem an Schulen, Kirchen, Büchereien, Archive und Museen. Das aktuelle Werk beginnt in diesem Jahr mit einem Beitrag, der sich mit Entwicklung des Stadtbezirks 5 auseinandersetzt. Anlässlich des Jubiläumsjahres 1300. Todestag des Heiligen Suitbertus widmen sich gleich mehrere Beiträge der Geschichte des Heiligen, mit der die Entstehung Kaiserswerth eng verbunden ist. Mit den Wildpferden, die zuletzt vor 200 Jahren in Angermunder Wäldern gejagt und eingefangen wurden, beschäftigt sich ein weiterer Bericht. Was ein rätselhafter Schriftzug über einer Haustür in Kaiserswerth mit der Eisflut von 1784 zu tun hat, wird in einem anderen Aufsatz erklärt. Der Kultur im Stadtnorden widmet sich unter anderem ein Bildbericht der Wittlaer Künstlerin Marita Reinhold, die beschreibt, wie eine große Heiligenfigur geschaffen wird und ein Beitrag über den Künstler Erich Freiherr von Perfall. In vielen Erzählungen wird Geschichte lebendig, wenn die Autoren aus ihrer Kindheit berichten, beispielsweise über eine Kinderkommunion im Jahr 1945 oder ein Schuljahr im Jahr 1964. Beendet wird der Band mit einer Chronik von 2012. Darin findet sich die Fusion der Kirchengemeinde Kaiserswerth mit der Gemeinde der Graf-Recke-Stiftung, die Einweihung der Kindertagesstätte am Heinrich-Walbröhl-Weg und die Erinnerung an den ersten St.-Martinszug durch Wittlaer vor hundert Jahren.

(RP)