Oberkassel : "Wieverkram" in der Aula

Nach der gelungenen Premiere 2011 legte die Tonnengarde Niederkassel in der Aula des Comenius-Gymnasiums die Damensitzung neu auf. Moderatorin war Ex-Venetia Ute Heierz-Krings, prominentester Gast Astrid Elbers.

Venetia Anke Conti Mica war noch auf anderen Bühnen der Stadt unterwegs. Derweil unterhielt ihre Schwester Ex-Venetia Ute Heierz-Krings die rund 300 Damen im Saal des Comenius-Gymnasiums mit Witz und Charme. Zum zweiten Mal nach mehr als zehn Jahren fand am Freitagabend die reine Damensitzung der Niederkassler Tonnengarde statt — und zwar mit vollem Erfolg.

Die Aula war rappelvoll, die Stimmung unter Königinnen, Minni-Mäusen, Dschungelquins und Haiwaiianerinnen hätte besser nicht sein können. "Wir wollen einfach mal wieder eine Sitzung von Frauen für Frauen machen", sagt Ute Heierz-Krings zu Beginn des Abends im typischen Tonnengarden-Outfit samt Klompe an den Füßen. Unter den Damen war OB-Ehefrau Astrid Elbers, ganz in Orange als Düssel-Girl verkleidet. Sie strahlte, nachdem sie den extra für den Abend gebastelten Sessionsdamenorden verliehen bekam. "Die Sitzung wollte ich mal miterleben und ich finde sie sehr unterhaltsam."

Männer im Service

Musikalisch begleitet wurde das Programm von der ARD-Sitzungskapelle Ardo. Für Karnevals-Stimmung sorgten unter anderem die Fetzer, BOB sowie Achim und Olli. "Die zwei gehören zur Tonnengarde wie die Tonne." In Erinnerung schwelgte man kurz beim Auftritt der Gruppe aus den eigenen Reihen, die die 80er-Jahre-Klassiker wie "Ich liebe das Leben" oder "Santa Maria" köstlich und mit der nötigen Portion Humor vortrugen. Für Redner Guido Cantz, der ganz in Rot erschien, war es ein besonderer Abend. "Ich feiere in diesem Jahr mein 20-jähriges Bühnenjubiläum im Karneval", sagte er und fühlte sich dabei unter den Damen im Saal sichtlich wohl.

Mit Witzeleien wie: "Facebook und Leggins haben doch viel gemeinsam: Es werden manchmal Dinge gezeigt, die man eigentlich nicht sehen möchte", kassierte er reichlich Applaus und ein dreifaches Niederkassler "Trän drop". Währenddessen durften dann doch einige Ehemänner hin und wieder in den Saal. Aber nur, um die Damen mit Bier und Wein zu versorgen. Das ging ihnen leicht von der Hand, denn: "Auf dem Trockenen saß niemand." Kellner und Tonnengardemitglied Patrick Adel nahm es mit Humor.

"Eigentlich bin ich immer Gast. So ist es mal etwas anderes und es macht wirklich Spaß." Nach dem Auftritt des Kindertonnen-Bauernpaares Paul und Nike und des Tonnenbauer-Paares Wolle und Sylvie kam zu später Stunde dann das Prinzenpaar Thomas II mit Venetia Anke. Während Prinz Thomas wenig zu melden hatte, unterhielt das Geschwisterpaar Ute und Anke die Damen. Als "Schwester Anke" verkleidet, stellte die Venetia in einer Schnelldiagnose fest: "Hier ist mächtig Stimmung — bei der Tonnengarde ist es doch immer wieder am schönsten", und holte mit ihrer charmanten Art, den Prinzen zurück auf die Bühne.

Rauf auf die Stühle und richtig zum Swingen brachte die Gäste dann aber vor allem noch der Auftritt der KG Regenbogen, die mit ihrer Zirkusnummer und ihrem Karnevalsmedley mächtig Spaß brachten. Ein Abend, der im kommenden Jahr unbedingt wieder auf dem Programm der Niederkassler Tonnengarde stehen sollte.

(RP/anch)
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