Wersten: Am 1. Dezember ziehen die ersten Familien ein

Wersten: Sozialwohnungen können auch gut aussehen

Am 1. Dezember ziehen die ersten Mieter in den Wohnkomplex ein. Insgesamt sind es 39 Wohnungen.

Weder von außen noch von innen kann man erkennen, dass es sich bei dem neuen Wohnkomplex, der auf der Fläche des alten Bunkers an der Kölner Landstraße/Ecke Reusrather Straße entstanden ist, um sozialen Wohnungsbau handelt. Außen und innen wird noch eifrig gearbeitet, denn schon bald sollen die ersten der insgesamt 39 Wohnungen bezogen werden. „Es gibt mehrere Mieter, bei denen schon am 1. Dezember der Möbelwagen anrollt“, sagt Bauherrin Heike Lange-Grieß. Sukzessive bis Januar sollen sich dann die beiden Häuser füllen.

Vermietet sind bereits alle Wohnungen; die Nachfrage war groß, benötigt wurde allerdings ein Wohnberechtigungsschein. Wer den Zuschlag haben wollte, musste sich an das Wohnungsamt der Stadt wenden. Christian Zaum, in Düsseldorf als Dezernent zuständig für die Themen Recht, Ordnung und Sicherheit, zeigte sich gestern bei einem Besichtigungstermin einer Musterwohnung angetan, sowohl von der Fassade als auch von der Innneausstattung.

Wie alle anderen 38 Einheiten hat sie Fußbodenheizung, eine ebenerdige Dusche und einen Balkon. Auf dem Boden ist ein strapazierfähiges Vinyl mit Parkett-Anmutung verlegt. Da sie für eine Familie mit zwei Kindern angelegt ist, hat sie auf den 83 Quadratmetern Wohnfläche zwei Kinderzimmer, ein Elternschlafzimmer und eine große Wohnküche. Der Mietpreis liegt, weil es geförderter Wohnraum ist, bei 6,25 Euro pro Quadratmeter, hinzu kommen 3,30 Euro für Heizung und Nebenkosten.

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Was für ein Unterschied zum sozialen Wohnungsbau aus den 1970er Jahren. Den hat nicht nur Bauherr Andreas Lange („Wir waren fünf Kinder auf wenig Quadratmetern“), sondern auch Christian Zaum („wir waren vier Kinder“) aus eigener Anschauung erlebt.

Große Aufmerksamkeit hat das neue Wohnhaus bereits letztens wegen einer außen angebrachten Fluchttreppe bekommen, die sozusagen im Nichts endet. Heike Lange-Grieß kann aber aufklären. „Die Treppe gehört zu einer Wohnung, die die Feuerwehr nicht mit de Drehleiter hätte erreichen können.“ Bei einem Brand können die Bewohner nun die Treppe abwärts nutzen; von dort aus kann die Feuerwehr sie dann mit der Drehleiter retten.

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