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Wersten: Testphase für Blitzer am Werstener Feld

Wersten : Testphase für Blitzer am Werstener Feld

Gerade die aus Eller kommenden Fahrer drosselten ihr Tempo nicht, beschwert sich ein Anwohner bei der Stadt. Jetzt soll die Geschwindigkeit an der Kreuzung verstärkt kontrolliert werden.

Ein Anwohner der Straße Werstener Feld beklagt die Verkehrssituation vor seiner Haustür. Bei der Kreuzung Werstener Feld/Opladener Straße handelt es sich seiner Meinung nach um einen stark unfallgefährdeten Bereich. Vor allem die aus Richtung Eller über die Autobahnbrücke kommenden Fahrzeuge seien viel zu schnell, regelmäßig komme es zu Beinahe-Unfällen.

Zwar gebe es Geschwindigkeitsbegrenzungen, diese würden aber häufig ignoriert. Und auch Fußgänger, die den Zebrastreifen überqueren wollten, kämen nur selten zu ihrem Recht. Mit der Bitte um eine Verbesserung der Verkehrssituation wandte sich der Anwohner jetzt an den Anregungs- und Beschwerdeausschuss. Ein Kreisverkehr würde in seinen Augen alle motorisierten Verkehrsteilnehmer dazu bringen, langsamer zu fahren. Mehrere Radar-Anlagen könnten installiert oder aber eine Ampelanlage aufgestellt werden, um die Raser zu stoppen.

Roland Hahn vom Amt für Verkehrsmanagement machte sich bei mehreren Ortsterminen ein Bild von der Lage. "Die Kreuzung ist keine Unfallstelle", sagte er im Anregungs- und Beschwerdeausschuss. 2012 sei es zu zwei Unfällen gekommen, in diesem Jahr zu drei.

Dabei wurde einmal eine Person leicht verletzt. Weil die Belange der Fußgänger durch den Zebrastreifen abgedeckt seien, mache eine Ampelanlage für diese Kreuzung wenig Sinn, berichtete Hahn. Außerdem würde eine Ampel unnötige Staus auf der Straße Werstener Feld verursachen. "Ein Kreisverkehr ist nur sinnvoll, wenn das Verkehrsaufkommen aus allen Richtungen gleich stark ist", sagte der Experte.

Mit dem Vorschlag des Anwohners, eine Radar-Anlage zu installieren, könnte sich Hahn aber anfreunden. "Ich werde sofort mobile Messstellen von Polizei und Ordnungsamt anordnen." Darüber hinaus könnte der festinstallierte Blitzer in Höhe des Friedhofs in Eller versetzt werden. Piktogramme mit der Geschwindigkeitsbegrenzung wären eine weitere Möglichkeit, Autofahrer auf das Tempolimit hinzuweisen. Auf Anregung aus dem Ausschuss will Hahn den Blitzer auch mit Schildern ankündigen, das habe eine präventive Wirkung.

Der Anregungs- und Beschwerdeausschuss stimmte den Vorschlägen des Amtes für Verkehrsmanagement zu, will das Anliegen des Bewohners aber noch nicht zu den Akten legen. Sollte sich die Lage an der Kreuzung Werstener Feld/Opladener Straße nicht entspannen, werde noch mal über ein Kreisverkehr nachgedacht. Bezirksvorsteher Heinz-Leo Schuth war zufrieden mit den Ideen. Eine Anfrage aus der BV 9 zu einem Kreisverkehr wurde 2006 aus Kostengründen zu den Akten gelegt. "Aber die Kreuzung ist nicht ungefährlich", sagte er.

(RP)