Wersten/Himmelgeist: Stadt scheitert mit Wohnbauplänen in der BV 9

Wersten/Himmelgeist : Stadt scheitert mit Wohnbauplänen in der BV 9

Mit ihren Plänen für eine Bebauung des Grundstücks zwischen Ickerswarder und Münchener Straße hat die Verwaltung kein Glück. Auf der inzwischen gerodeten Grünfläche hatte die Stadt zunächst eine Flüchtlingsunterkunft bauen wollen – da gab es zunächst wegen der geplanten Größe Protest aus Wersten und Himmelgeist – und stoppte dann überraschend alle weiteren Planungen.

Auch vor dem Hintergrund, dass inzwischen weniger Flüchtlinge nach Düsseldorf kommen. Nun plant die Verwaltung auf dem rund zwei Hektar großen Areal ein neues Wohngebiet mit 65 Wohnungen in Mehrfamilienhäuser, sieben Reihenhauszeilen sowie einer dreigruppigen Kita. Laut Stadt gibt es noch keinen Investor.

Doch in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9 stießen diese Pläne auf heftigen Widerstand. Der mündet sogar darin, dass die Mitglieder dem am 14. November dazu tagenden Planungsausschuss empfiehlt, zum jetzigen Zeitpunkt der für einen Bebauungsplan-Vorentwurf nötigen Öffentlichkeitsbeteiligung nicht zuzustimmen. Die Stadteilpolitiker haben nämlich erheblichen Klärungsbedarf, was das Grundstück anbetrifft: Umwelttechnisch geht es um die Frage der Frischluftzufuhr für die Stadt, die auch über das Areal führt, sowie ob es beim Bau der vorgesehenen Tiefgaragen zu Problemen mit dem Grundwasser kommt. Ernst Welski, der für die Grünen in der BV 9 sitzt, fordete sogar, dass dort gar nicht gebaut werden sollte.

Aber nicht nur das monierten die BV-Mitglieder an den Planungen. In den vergangenen Monaten hatten sie nämlich selber Vorschläge für eine mögliche Nutzung des Geländes gemacht: Christoph Schork, der für die FDP in der BV sitzt, hatte den Bau eines Studentenwohnheims angeregt; zudem war auch die Idee entstanden, ob dort nicht die Werstener Feuerwache neu gebaut werden kann. Dieses, so hieß es in der Sitzung, sei von der Verwaltung auch geprüft worden. Allerdings habe man sich für ein anderes Grundstück in Wersten entschieden, für das aktuell die Verkaufsverhandlungen liefen.

An der stark sanierungsbedürftigen Wache am Werstener Feld gibt es ein Problem mit perfluorierten Tensiden (PFT) im Grundwasser. Deswegen plant die Stadt statt einer Sanierung einen Neubau an anderer Stelle. Wo dieser ist, das wollen die BV-Mitglieder in ihrer nächsten Sitzung am 23. November im nichtöffentlichen Teil von der Verwaltung erfahren.