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Sprachförderung für Kinder in Düsseldorf Wersten

Für Kinder mit Migrationshintergrund : Sprachförderung schon in den ersten Lebensjahren

In Wersten lernen Kinder mit Migrationshintergrund ab dem ersten Lebensjahr in speziellen Kursen Deutsch. Dabei sollen auch die Familien mit eingebunden werden.

„Kein Kind zurücklassen“, das ist die Idee, die hinter dem „Kinderzimmer Wersten“ steckt. „Wir wissen, wie wichtig die ersten Lebensjahre in der Entwicklung von Kindern ist. Man lernt zu sprechen, und Sprache ist ein wesentlicher Schlüssel zur Integration“, erläutert Sibylle Reimer. Sie ist die begleitende Sozialpädagogin für das Diakonie-Pilotprojekt an der Kölner Landstraße. „Im Kinderzimmer Westen liegt der Schwerpunkt auf Kindern mit Migrationshintergrund, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die den Weg in die normale Tagespflege nicht finden“, sagt Reimer.

Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August sollen insgesamt neun Kinder im Alter von ein bis drei Jahren in familienähnlichen Gruppen von pädagogischen Fachkräften in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Hinzukommen wöchentlich an zwei Nachmittagen unterstützende Angebote für die Eltern. „Ohne Eltern geht es nicht“, meint Stefanie Walther, Leiterin Bildung und Erziehung, Kita und Tagespflege der Diakonie. „Die Diakonie hat so viel Kompetenz, so viele Angebote, die zur Unterstützung der Eltern herangezogen werden können.“

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Durch die Vernetzung in der Diakonie könne man helfen, wenn weitere Unterstützung nötig sei und den Übergang in den Kindergarten besonders gut vorbereiten. Das Konzept der frühen Sprachförderung in der Tagespflege unter Einbeziehung der Erziehungspersonen ist neu in Düsseldorf, aber nicht neu in NRW. „Das ‚Kinderzimmer Wersten‘ ist nach dem prämierten Vorbild der ‚Dortmunder Kinderstuben‘ gestaltet“, erzählt Walther. „Es ist aber die erste Großtagespflege in Trägerschaft der Diakonie und eben die erste Einrichtung, die das Konzept außerhalb des Ruhrgebietes umsetzt.“ Das „Kinderzimmer Wersten“ soll ein Ort des spielerischen Lernens mit einem besonders guten Betreuungsschlüssel werden. „In der normalen Großtagespflege kommt eine Fachkraft auf fünf Kinder. Im ‚Kinderzimmer‘ kommen nur drei Kinder auf eine Kraft, die über eine pädagogische Ausbildung verfügt und gleichzeitig die Tagespflegequalifikation besitzt“, sagt Walther. „Das ist einfach mehr als die normale Betreuung.“ Das klingt teuer, ist aber unter bestimmten Voraussetzungen für die Eltern kostenfrei. Über das Bildungs- und Teilhabepaket kann man die Mittagessen-Beiträge erstattet bekommen und auch die Elternbeiträge sind je nach Einkommen erstattungsfähig.

Noch sind ein paar Plätze im „Kinderzimmer Wersten“ frei. Mehr Informationen zur Düsseldorf-Premiere für die Betreuung von Kleinkindern nach dem Dortmunder Modellprojekt gibt es bei Sibylle Reimer telefonisch unter 01726239900 und im Internet (www.diakonie-duesseldorf.de/kinderzimmer). Das Kinderzimmer in Wersten ist die erste Einrichtung außerhalb des Ruhrgebietes, die das „Kinderstuben-Logo“ tragen darf. „Wenn es in Wersten funktioniert, werden wir weitere Kinderzimmer in Düsseldorf einrichten“, verspricht Walther. „Der Bedarf dafür ist auf jeden Fall da.“