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Düsseldorf-Süd: Pastoralteam bezieht Stellung zur Missbrauchs-Studie

Düsseldorf-Süd : Pastoralteam bezieht Stellung zur Missbrauchs-Studie

Nachdem die Deutsche Bischofskonferenz eine Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Geistliche der Katholischen Kirche veröffentlicht hat, bezieht das Pastoralteam der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen öffentlich Stellung: „Wir, das Pastoralteam, sind beschämt, traurig und wütend über die Verbrechen des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen und anderer Gewalttaten in unserer Kirche.

Die von der Bischofskonferenz veröffentlichten Zahlen lassen keine Relativierung zu: Es gibt in unserer Kirche zahlreiche Opfer und Täter. Die Opfer und ihre Familien müssen in ihrem Leid jede Unterstützung erfahren, die sie benötigen. Die Täter auf jeder Ebene der Kirche sind durch die unabhängige, staatliche Justiz zu verurteilen. Hierbei kann es keine Ausnahmen oder Kompromisse geben“, heißt es in der Stellungnahme.

„Es gibt Themen, zu denen darf man nicht schweigen“, begründet Pastoralreferent Martin Kürble die Veröffentlichung. Die Menschen würden sich fragen: „Was ist das denn für eine Kirche?“ Deshalb sei es wichtig, die Haltung der Seelsorgeeinheit deutlich zu machen. Weiter heißt es in der Erklärung: „In den geistlichen, haupt- und ehrenamtlichen Positionen der katholischen Kirche ist kein Platz für Menschen, die Schutzbefohlene sexuell oder auf andere Weise missbrauchen! Wir setzen uns dafür ein, dass alle Strukturen und Verhaltensweisen, die solche Verbrechen ermöglichen oder begünstigen, beseitigt werden. Wir setzen uns kompromisslos dafür ein, dass in unseren Gemeinden, unserem Bistum und unserer Kirche eine gemeinsame Haltung des Vertrauens, des Respekts und der Wertschätzung allen Menschen gegenüber gelebt wird. Dabei hoffen wir auf die Unterstützung aller Getauften und Gefirmten unserer Seelsorgeeinheit und aller, die sich ihr verbunden fühlen, um mit ihnen auf Augenhöhe nach neuen Wegen einer Kirche Jesu Christi zu suchen, in der vor allem die Schutzbefohlenen, Leidenden und Ausgegrenzten einen sicheren Platz finden.“