Christlich : Katholiken und Protestanten trafen sich zum Pfingst-Brunch

„Begeisterung“ ist der Leitgedanke, der Katholiken und Protestanten am Montagmorgen bei  ihrer Ökumenischen Pfingstfeier begleitet. Gut vorstellbar, dass einst das Pfingstwunder bei Jüngern und den ersten Christen große Begeisterung schuf.

Vom Heiligen Geist erfüllt konnten die Apostel plötzlich in fremden Sprachen reden und die frohe Botschaft überall verbreiten.

„Der Heilige Geist überbrückte die herrschende Verschiedenheit“, sagt Pfarrer Kay Faller und dieses Detail trifft   ganz symbolisch wieder auf die Ökumene zu. „Wir haben Leute in unseren Gemeinden gefragt, ob sie über etwas sprechen können, was sie besonders begeistert“, erzählt der Diakon Matthias Heyen von der Seelsorgeeinheit Himmelgeister Rheinbogen. Diese verschiedenen und facettenreichen Statements fließen in den Gottesdienst ein.

Der Auftakt ist erst einmal ein gemeinsamer Brunch im Saal des Stephanus-Hauses in der Wiesdorfer Straße. Es herrscht rege Unterhaltung und gute Laune. Ältere, Jüngere, Familien, Kinder sind an den Tischen versammelt. Eine Aufgabe haben sie: Kay Faller bittet, Fürbitten zu formulieren.  „Um 11 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Stephanuskirche, dann gehen wir zu den Platanen an der Liebfrauenstraße. Sie symbolisieren Jesus mit seinen zwölf Aposteln“, erklärt der evangelische Pfarrer. In der Katholischen Kirche St. Maria  Rosenkranz schließt die Ökumenische Pfingstfeier mit Fürbitten und Segen.

Lisa-Christine Fischer und Klaus Lorenz wollen mit ihren Erzählungen über ihre Begeisterung den Gottesdienst bereichern. Sie haben unterschiedliche Intentionen.  „Für mich lebt  Begeisterung durch die Begegnung mit Menschen“, sagt Lisa-Christine Fischer. Nur so ließe sich etwas verbessern, ist sich die Katholikin sicher. Bei ihrem Statement hat sie auch ihre Arbeit auf einer Intensivstation im Blick. Klaus Lorenz‘ Augenmerk richtet sich auf die Musik. „Ich mag alte Schlager aus der Zeit‚ als die Schlager noch laufen lernten“,  sagt der Presbyter schmunzelnd. In den 1920er Jahren sei damit ein positives Lebensgefühl zum Ausdruck gebracht worden, meint der Musikliebhaber. Die Gottesdienstbesucher können gespannt sein auf eine Reihe interessanter Begegnungen mit sehr persönlichen Begeisterungs-Momenten.

Die Ökumene hat übrigens eine gute Tradition bei den Werstener Kirchengemeinden: Gemeinsame Feiern und Gottesdienste gibt es schon seit dem Jahr 1969. „Wir reden nicht darüber, wir machen es – und das seit Generationen“, sagt Lisa-Christine Fischer sichtlich erfreut. Den Pfingstmontag begehen die Gläubigen bereits zum dritten Mal ökumenisch. Im ersten Jahr haben die Gottesdienste getrennt begonnen, der Abschluss wurde zusammen gefeiert“,  erzählt  Kay Faller. Im vorigen Jahr seien Katholiken und Protestanten einen Pilgerweg gegangen.

Mehr von RP ONLINE