Wersten : Knaasköpp feiern jeckes Jubiläum

Vor 8x11 Jahren gründete sich der Werstener Karnevalsverein. Am Sonntag gab es eine Karnevalsmesse und einen Festakt mit Ehrung von Pfarrer Heidkamp.

Parkplätze? Die gab es Sonntagmittag rund um die Burscheider Straße nicht mehr. Denn es war ein gelungenes Experiment der von André Remmert und Präsident Jürgen Hilger-Höltgen geführten Karnevalsgesellschaft Knaasköpp, ihr Jubiläum (8x11 Jahre) und die erste Karnevalsmesse in der katholischen Pfarrkirche zu Wersten, St. Maria Rosenkranz, am gleichen Tag zu feiern. Und so der Verleihung des nach dem ersten Gründungspräsidenten benannten Jacob-Hermes-Ordens an Pfarrer Frank Heidkamp, der in der Kirche während der Messe eine tolle Predigt gehalten hatte, einen würdigen Rahmen zu geben.

Heidkamp, der Oberbilker Jong, gab in seiner kurz-prägnanten Dankesrede zur Ordensverleihung einiges von seiner Denk- und Handelsweise bekannt: "Wer denkt, ein Pfarrer betet nur und ist nur fromm, denkt falsch." Er ist eben auch Seelsorger - und Mensch. Oder: "Nein sagen kann jeder. Etwas bewegen nicht." Und: "Sich über andere lustig machen, das brauchen wir nicht". Humor ist für Heidkamp, der gerne lacht, eben etwas anderes - vor allem etwas anderes als Schadenfreude.

Seit 1965 wird der Orden an Personen verliehen, die sich um das Winterbrauchtum, die KG Knaasköpp oder um Wersten besondere Verdienste erworben haben. Womit der "Wäschtener Pastor" sich nahtlos in die Reihe namhaft-bekannter Ordensträger wie Heinz Schweden, Josef Kürten, Frank Heinrichs, Karl Reismann, Willi Eckert, Manfred Erdenberger, Frank Bachhausen und Hille Erwin einfügt.

So zog Ex-Hoppeditz Hilger-Höltgen seine erfreulich positive persönliche Bilanz, nachdem unter anderem die Tanzgarde der Katholischen Jugend, Tanzpaare der Stadtgarde Ratingen und von Rot-Weiß sowie Gesangseinlagen bei den reichlich erschienen Gästen aus Politik und Vereinen für Kurzweil gesorgt hatten. Der Knaasköpp-Präsident war sich sicher: "Das schreit nach einer Wiederholung."

Wobei einige erkannte Schwachstellen - ganz nach dem Motto "Knaasköpp finden immer etwas" - behoben werden sollen. Schließlich haben sich Hilger-Höltgen und Remmert auf die Fahnen geschrieben, die Tradition der "KGK" als eine der führenden Karnevalsgesellschaften Düsseldorfs langfristig wieder aufleben zu lassen.

Zu hoffen bleibt, dass bis dahin der närrische Polizist Manfred Woyke einen Knaasköpp-Orden erhält. Woyke ist nach Günter Hecker und Theo Nöthlings bereits der dritte "Narrenpolizist" aus der Knaasköpp-Gilde. Und wohl auch, dass demnächst auch wirklich alle Werstener Vereine zu Veranstaltungen eingeladen werden. Damit nicht böse Zungen eine Namensänderung in "Die Jiezhäls" beantragen...

(RP)