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Kita entsteht auf Gelände des Düsseldorfer Sportvereins SV Wersten

Bauprojekt in Wersten : 120 Kita-Plätze auf 04-Sportgelände

Auf einem ehemaligen Tennisplatz des SV Wersten 04 soll eine Kindertagesstätte entstehen. Die Fläche wird aktuell nicht genutzt und ist verwildert. Auch eine Kooperation zwischen Verein und Kita ist denkbar.

Das Sportgelände des SV Wersten 04 soll Standort für eine Kita werden. In Absprache zwischen dem Sportverein, dem Sportamt und Jugendamt der Stadt ist auf einem aktuell brachliegenden Teilstück der Anlage des SV der Bau einer sechs-gruppigen Einrichtung geplant. 120 Kinder können hier betreut werden. Dem Kita-Gebäude mit rund 1100 Quadratmetern Nutzfläche ist eine Außenspielfläche von etwa 1.800 Quadratmetern angeschlossen.

Der Verein hat für die Fläche keine Verwendung, die unmittelbar an den Aschenplatz grenzt und sich somit ein bisschen abseits im hinteren Teil des Sportgeländes befindet. „In den 1980er Jahren gab es dort einen Tennisplatz“, berichtet Vorstandmitglied Dirk Grüters, der an den Gesprächen mit Sportamt und Jugendamt teilgenommen hat. „Als Jugendlicher habe ich auf dem Platz manchmal Tennis gespielt“, erinnert sich der 53-Jährige.

Mit den Jahren ist dieses Teilstück verwildert und hat in den weiteren Planungen des Vereins keine Rolle mehr gespielt. Ein aufgeschütteter Erdwall grenzt zudem den „Dschungel“ vom Aschenplatz ab. Dieser Erdwall ist seinerzeit beim Bau des Bambiniplatzes aufgeschüttet worden, welcher sich hinter dem „Heimtor“ des Kunstrasenplatzes befindet.

„Aufgrund der Bedarfslage ist die Schaffung von Kita-Plätzen im Stadtteil Wersten sinnvoll und notwendig“, heißt es in einer Stellungnahme vom Amt für Kommunikation. In einer Sitzung der BV 9 im September 2019 ist der Beschluss zum Kitabau „einstimmig positiv ausgefallen“. Vor der Konkretisierung der Rahmenbedingungen zur Flächennutzung müssen aktuell noch Fragen zur Erbbaupacht bzw. hinsichtlich Bauträger und Baufirma geklärt werden. Als Träger soll die „wert-voll gGmbh“ die geplante Kita Dechenweg betreiben. Bezüglich der Geländeplanung sollen die Vereinsbelange des SV Wersten Berücksichtigung finden. „Es muss beispielsweise ein abgetrennter Zugang zur Kita vom Parkplatz geschaffen werden“, erklärt Grüters. Ein solcher Zugang wird allerdings gleichzeitig eine derzeit benutzte Materialgarage des Vereins mitsamt umliegender Rasenfläche abtrennen, so, dass beide nicht weiter genutzt werden können. „Soweit aufgrund baulicher Planungen Kompensationsmaßnahmen zur Fortführung des sportlichen Betriebs notwendig sind, werden die positiv begleitet“, heißt es dazu von Seiten der Stadt. Vermissen dürften die Werstener auf jeden Fall die Rasenfläche, die sich beispielsweise bei Turnieren wie dem traditionellen „Paulchen-Cup“ als Ruhezone oder „Campingplatz“ für Begleiter angeboten hat.

Einer Kooperation mit der Kita als neuem Nachbarn steht der Verein positiv gegenüber. „Für gemeinsame Projekte sind wir jederzeit offen“, kündigt Werstens Vize-Vorsitzender Uwe Grüters an.