Wersten: Gericht hebt Baustopp für Sendemast auf

Wersten: Gericht hebt Baustopp für Sendemast auf

Anwohner hatten gegen den Bau des Funkturms Klage eingereicht. Jetzt sollen die Bauvorbereitungen beginnen.

Die Anwohner des Dechenwegs, die den Bau eines rund 30 Meter hohen Sendemasts der Telekom auf der Bezirkssportanlage von Wersten 04 verhindern wollten, sind mit ihrem Baustopp gescheitert. Sie hatten gegen den Bau Klage eingereicht und eine einstweilige Verfügung beantragt. "Wir haben von unserem Anwalt erfahren, dass der Baustopp aufgehoben wurde", sagt Anwohner Bernd Schwemin.

Bereits Ende Juli sollten die Arbeiten für den Bau des Sendemasts eigentlich beginnen. Doch die Anwohner erstritten sich zunächst eine Gnadenfrist. Aber jetzt ist es damit vorbei. Das Oberverwaltungsgericht Münster sah nach Auskunft von Schwemim keine Veranlassung, den Ausgang der Hauptverhandlung abzuwarten. "Eine Stellungnahme unsererseits wurde vom Oberverwaltungsgericht auch nicht veranlasst", sagt Bernd Schwemin. Nach Informationen der Anwohner sollen die Bauvorbereitungen bald beginnen. "Rechtlich haben wir keine Möglichkeit mehr, den Baubeginn zu verhindern", sagt Schwemin. Die Telekom will auf der Bezirkssportanlage einen rund 30 Meter hohen Sendemast bauen, um nach eigenen Angaben Funklöcher in dem Bereich zu schließen. Dagegen liefen Anwohner seit Monaten Sturm.

Bei einem Termin mit der Telekom vor Ort hatten die Anwohner Anfang Juli ihrem Protest Ausdruck verliehen. "Die Bürger waren leicht erregt", sagte Frank Harksel, Kommunalbeauftragter bei der Telekom, über das Treffen. "Mir war aber vorher schon klar, dass die Planung so bleiben wird." Es gebe keine Möglichkeit, den Mast an eine andere Stelle auf dem Sportplatz zu setzen.

Bernd Schwemin zeigt sich enttäuscht, dass jetzt nicht abgewartet wird. "Wenn der Funkturm einmal steht, ist es schwer ihn rückzubauen", sagt er. Die Anwohner könnten aber juristisch nichts machen.

(sime)
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