Feuerwehr in Düsseldorf Wersten sucht neuen Standort

Wersten : Feuerwehr sucht neuen Standort

Bezirksvertretung, Feuerwehr und Stadt favorisieren unterschiedliche Standorte für die neue Wache in Wersten.

Die Feuer- und Rettungswache Wersten wird neu gebaut. Das ist unstrittig. Die in die Jahre gekommene Wache entspricht nicht mehr den Anforderungen. Hallen und Gelände sind zu klein geworden. Die Wache wurde im Oktober 1961 in Dienst genommen. Damals errichtet auf dem Gelände eines ehemaligen Entgiftungsparks aus dem Zweiten Weltkrieg, ein Teil der Gebäude stammt sogar noch aus dem Jahr 1935. Enge herrscht nach Aussage von Feuerwehrsprecher Christopher Schuster auch in den Sozialräumen. Eine Sanierung oder auch ein Umbau am Standort wird daher nicht erwogen. „Eine Wache kann ja nicht einfach für ein paar Wochen schließen“, sagt Schuster. Wo die neue Feuerwache entstehen soll, ist allerdings noch nicht endgültig entschieden.

Die Bezirksvertretung 9 hatte als möglichen Standort für den Neubau das Eckgrundstück zwischen Ickerswarder Straße und Münchener Straße vorgeschlagen. Doch vieles deutet darauf hin, dass die neue Feuerwache an der Werstener Friedhof­straße/Ecke Hügelstraße errichtet wird. Jedenfalls teilte die Stadt auf eine entsprechende Anfrage der Bezirksvertretung mit, dass man dieses Gelände derzeit präferiere. Gleichwohl will die Stadt auch für diesen Standort zunächst noch eine Machbarkeitsstudie durchführen. Die soll frühestens nach den Sommerferien vorliegen.

Für das Gelände an der Werstener Friedhofstraße spricht nach Ansicht der Stadt, dass dort das wichtige Kriterium der sogenannten Schutz­zielabdeckung besser greife. Ähnlich sieht es auch die Feuerwehr selbst. Christopher Schuster: „Eine Feuerwache muss immer da sein, wo sie auch gebraucht wird.“ Der Standort Ickerswarder Straße/Münchener Straße sei zu weit draußen, der Weg zu möglichen Einsatzorten zu lang. Und noch etwas spreche für die Werstener Friedhofstraße: Da wäre genügend Platz, neben der Feuerwehr auch eine städtische Gärtnerei unterzubringen.

Unbeantwortet lässt die Stadt zunächst die Frage, was dann auf dem Gelände an der Ickerswarder Straße/Münchener Straße geschehen soll. Die Fläche ist bereits in Teilen eingezäunt, auch eine provisorische Zufahrt gibt es schon. Doch aktuell, heißt es bei der Stadt auf Anfrage, könne man noch nichts sagen. Spekulationen und Gerüchte machen in Wersten derweil aber schon länger die Runde. Die Bezirksvertretung 9 hatte von der Verwaltung Ende vergangenen Jahres einen Entwurf vorgelegt bekommen mit einer möglichen Bebauung mit rund 65 Wohneinheiten und einer Kita.

Im Stadtteil würde man sich lieber eine neue Grundschule als Entlastung für den Standort Rheindorfer Weg wünschen. Dort teilen sich die KGS Marienschule und die GGS Henri-Du­nant ein Schulgelände. Es fehlt an Platz und Räumen, bei weiterhin hohen Anmeldezahlen an beiden Schulen.

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