Wersten : Es tut sich was am Werstener Kreuz

Die Stadt hat erste Schritte für eine bessere Überquerung der Kreuzung eingeleitet.

Das Werstener Kreuz ist einer der unübersichtlichsten Kreuzungen in der Landeshauptstadt. Man spricht auch von einem multikausalen Kreuz, weil dort vom Fußgänger über Radfahrer bis hin zu Autos, Bussen und Straßenbahnen alles vertreten ist.

Vor allem die Eltern, deren Kinder die Henri-Dunant-Schule besuchen, haben in jüngster Zeit immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie gefährlich die Kreuzung für die Kinder ist. Das Werstener Kreuz zu überqueren, um zur Schule zu gelangen, ist jedesmal ein Abenteuer. Deshalb haben sie eine Online-Petition gestartet, um die Situation dort zu verbessern. Außerdem habe die Eltern mit ihren Kindern vergangene Woche Freitag mit einer Demo auf ihre Probleme aufmerksam gemacht.

Diesen verkehrstechnischen Brennpunkt zu verbessern, das liegt auch der Verwaltung am Herzen - im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ingo Pähler, Leiter des Amts für Verkehrsmanagement, war bereits im November mit den für den Verkehr zuständigen Dezernenten Cornelia Zuschke und Christian Zaum zu einer Ortsbesichtigung am Werstener Kreuz. Parteiübergreifend hatten die Ratsmitglieder Cornelia Mohrs (SPD) und Peter Blumenrath (CDU) zu diesem Termin gebeten. Darüber hinaus gab es ein rund zweistündiges Treffen in der Henri-Dunant- Schule mit Mitgliedern der Schulpflegschaft sowie Schulleitung. "Wir bringen alles zur Prüfung, was in den beiden Treffen besprochen wurde", sagt Pähler im Gespräch mit unserer Redaktion. Immerhin gebe es inzwischen vier neue Schulweghelfer. Sowohl die Kosten für die Ausrüstung als auch die Aufwandsentschädigung zahlt die Stadt.

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Bei der Ortsbesichtigung am Werstener Kreuz wurde die Dreiecksinsel Richtung Werstener Dorfstraße als zu klein empfunden. Pähler: "Die Verwaltung prüft jetzt, was dort möglich ist."

Da zahlreiche Busse und Bahnen am Werstener Kreuz fahren, gibt es immer wieder Irritationen wegen der vielen Unübersichtlichkeiten. Schon im vergangenen Jahr ist die Signalanlage mit der ÖPNV-Steuerung angepasst worden. Jetzt soll die Rheinbahn prüfen, ob an den Haltestellen Umlaufgitter aufgestellt werden können. Durch sie wird erreicht, dass der Fußgänger aufmerksamer über die Gleise geht.

Auch die Markierung soll nach Angaben von Pähler erneuert werden. "Und wir müssen die Beschilderung überdenken", sagt er. Und was das Fehlverhalten mancher Autofahrer betrifft, auch da ist die Verwaltung aktiv. Vor allem das Überfahren von roten Ampeln soll stärker überwacht werden. Das soll in der nächsten Sitzung der Verkehrsunfallkommission behandelt werden, sagt Pähler. "Aber das dauert seine Zeit."

Die Elterninitiative fordert in ihrer Petition ein neues Verkehrskonzept, um das Werstener Kreuz zu entflechten. Ihr schwebt beispielsweise eine Brücke vor. Nach Ansicht des Verkehrsexperten geht das allerdings am Ziel vorbei. "Wir nehmen die Schulwegsicherung sehr ernst, aber man kann nicht alles realisieren." Und der Vater zweier Kinder ergänzt: "Wir müssen die Kinder stark machen für die Verkehrswege."

(RP)