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Eine Boulebahn für die Otto-Hahn-Siedlung in Wersten

Freizeit : Eine Boulebahn für die Otto-Hahn-Siedlung

8000 Euro hat die Bezirksvertretung 9 bereitgestellt. Die Anwohner der Siedlung haben die Anlage schon jetzt gut in Beschlag genommen.

Jetzt ist die neue öffentliche Bouleanlage an der Max-Born-Straße auch ganz offiziell eröffnet. Viele Mitglieder der Bezirksvertretung, die den Ausbau aus ihrem Verfügungsfonds bezahlt hatten, ließen es sich am Dienstagabend nicht nehmen, die Anlage in Augenschein zu nehmen. Und waren überrascht, wie viel auf der Anlage los war – kein Wunder, bei dem schönen Wetter: Anfänger und Fortgeschrittene, jung und alt.

Den Anstoß hatten Christel Weiner Böhm und ihr Mann Rudolf Böhm schon vor geraumer Zeit gegeben: „Wir boulen schon seit vielen Jahren, gerne auch im Urlaub“, erzählt Christel Weiner-Böhm. Eines Abends saß das Paar dann mit Rosemarie Sauer auf ein Bierchen in der Pizzeria Schmelztiegel im Viertel. „Da haben wir dann darüber sinniert, wie schön es wäre, wenn wir hier in der Otto-Hahn-Siedlung eine Boulebahn hätten, einen Ort, wo sich auch etwas ältere Semester treffen können.“ Sauer, die Mitglied in der CDU ist, nahm die Idee mit in ihre Partei. Das mündete dann in einen Antrag in der Bezirksvertretung 9 im September 2020, der einstimmig beschieden wurde.

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Und nun kann man endlich versuchen, die eigenen beiden Kugeln so nah wie möglich ans kleine gelbe Schweinchen zu platzieren. Dann hat man die Partie nämlich gewonnen. Jeder darf mitmachen. „Wir sind kein Verein“, sagt Christel Weiner-Böhm: „Wer mitspielen will, ist willkommen.“ Die Bouleanlage ist frei zugänglich.

Die Herstellungskosten belaufen sich auf rund 8000 Euro. Die Umsetzung hatte sich, wie es die Verwaltung vergangenes Jahr mitteilte, wegen der „starken Auslastung des städtischen Ausbildungsbetriebes“ verzögert. Materialengpässe und längere Lieferfristen von Baustoffen taten ihr Übriges dazu.

Am Standort gab es zuletzt einen Spielplatz, der schon keine Spielgeräte mehr hatte und deswegen ungenutzt war. Nicht weit entfernt, so die Begründung, gebe es eine deutlich attraktivere Spielfläche für Kinder, so, dass die Umwidmung zur Bouleanlage kein Verlust sei. BV-Mitglied Ernst Welski kann sich dort noch eine Aufwertung durch Spielgeräte vorstellen, die auch Senioren nutzen können, um fit zu bleiben. Doch erstmal fliegen nun die schweren Kugeln auf der Aschebahn um die Wette. Allerdings, so ein paar kleine Wünsche haben die Anwohner aus der Otto-Hahn-Siedlung dann doch noch an ihre Bezirksvertreter: „Eine zweite Bank. Und daneben auch noch einen Papierkorb.“ Denn Boule spielen hat auch viel mit Geselligkeit zu tun.